Direkt zum Inhaltsbereich

Neues Retardpräparat hilft Schülern mit ADHS

BERLIN (gvg). Ab September gibt es in Deutschland ein neues Retardpräparat für Kinder mit Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom (ADHS). Es ist gekennzeichnet durch eine rasche Wirkung, die den gesamten Schulvormittag anhält.

Veröffentlicht:

Die neue Formulierung wird von UCB als Equasym® Retard in den Handel gebracht. Bei dem neuen Präparat handelt es sich um Kapseln, in denen kleine Kügelchen sind, die das Methylphenidat enthalten. 30 Prozent des Wirkstoffs würden sofort freigesetzt.

Der Rest, der in den Kügelchen noch von einer speziellen Polymerschicht umgeben ist, im Verlauf der nächsten etwa sieben Stunden, erläuterte der ADHS-Spezialist Professor Simon Hatch aus New York. Durch diese Galenik würden die maximalen Plasmaspiegel schnell erreicht, nämlich bereits nach eineinhalb Stunden, so Hatch bei einer Veranstaltung von UCB in Berlin. Die Wirkung halte etwa acht Stunden an.

Von Vorteil ist die einfache Anwendung des Präparates, sagte Hatch. So erfolge die Resorption weitgehend unabhängig von Nahrungsaufnahme und Art der aufgenommenen Nahrung. Es wird empfohlen, das Präparat vor dem Frühstück einzunehmen.

Frühstücken Kinder dann nicht, werden die Wirkspiegel dennoch erreicht. Wenn sie frühstückten, sei alles erlaubt, denn der von der Nahrung abhängige pH-Wert im Magen sei für die Freisetzung des Wirkstoffs unbedeutend.

Das neue Präparat hat zudem den Vorteil, daß etwa bei Schluckbeschwerden die Kapsel geöffnet und die Kügelchen dann etwa in Joghurt oder Müsli verteilt werden können. Studien hätten belegt, daß die Plasmakonzentration ähnlich hoch ist wie bei komplett geschluckter Kapsel, so Hatch.

Das Medikament wird es in Kapseln zu 10, 20 und 30 mg geben. Es ist für Kinder zwischen sechs und 18 Jahren zugelassen.

Weitere Infos zu ADHS unter: http://bv-ah.nanugruppe.de/index.php

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
An der Frankfurt School of Finance & Management im Norden der Mainmetropole wird auch in diesem Jahr der Tag der Privatmedizin 2026 ausgerichtet. Die Veranstaltung ist für den 21. November angesetzt. (Archivbild)

© Frankfurt School of Finance & Management

Update

Praxiswissen und Innovation

Privatmedizin: Anregungen für die Praxis in Frankfurt am 21. November

Logo Cardisio

© Cardisio

Cardisio

Cardisiographie mit LVEF-Erkennung

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Ofatumumab-Konzentrationen in der Muttermilchh

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [10]

Aktive schubförmige Multiple Sklerose

Flexiblere Familienplanung durch kürzere Kontrazeptionszeit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
Abb. 1: MS-Krankheitsdynamik: Patientinnen und Patienten bewegen sich von frühen Stadien über Phasen fokaler Entzündung in fortgeschrittene, meist irreversible Stadien

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [4]

Multiple Sklerose heute

Praxisrelevante Daten im Fokus

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
Primär Biliäre Cholangitis: therapeutisches Potenzial der PPAR-Aktivierung

© Kateryna_Kon / stock.adobe.com

PPAR-Isoform-Selektivität: wissenschaftliche Grundlagen und klinische Relevanz

Primär Biliäre Cholangitis: therapeutisches Potenzial der PPAR-Aktivierung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Planegg-Martinsried
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Risikopatienten identifizieren

Osteoporose: So verhindern Sie die (nächste) Fraktur

Lesetipps
Group of people over vintage colors background smiling with hands on chest with closed eyes and grateful gesture on face. Health concept.

© Krakenimages.com / stock.adobe.com

Diskriminierung

Rassismus in der Hausarztpraxis: Warum Hinschauen die Versorgung verbessert

Schematische Darstellung der Lunge mit Bakterienbesiedlung.

© Working Moments / stock.adobe.com

Mikrobiomforschung

Atemwegs-Dysbiose befeuert Lungenerkrankungen