Intelligente Kleidung

Neurologische Erkrankungen mit Sensoren in der Kleidung diagnostizieren

Ein Forscherteam hat Sensoren in der Kleidung mit einer Software verknüpft. Das Ergebnis: Der Algorithmus spürt charakteristische Bewegungsmuster neurologischer Erkrankungen auf.

Veröffentlicht:

Bayreuth. Sensoren in der Kleidung können in Kombination mit einem Algorithmus die Diagnose von den Erkrankungen vereinfachen, die Veränderungen des Bewegungsverhaltens verursachen. Über zwei Fallstudien zur Friedreich-Ataxie (Nat Med 2023; online 19. Januar) und zur Duchenne-Muskeldystrophie berichtete am Montag die Universität Bayreuth (Nat Med 2023; online 19. Januar).

Für die Fallstudien haben die Forschungsgruppen Sensoren genutzt, die in Kleidungsstücke eingebaut sind und die alltäglichen Körperbewegungen erkrankter Personen registrieren. Ein Algorithmus verarbeitet die Signale und bringt sie in einen Gesamtzusammenhang.

Digitale Biomarker etablierten Verfahren überlegen

Dieses neue Algorithmus-System könne charakteristische Bewegungsmuster identifizieren, die so klein sind, dass sie selbst für erfahrene Neurologinnen und Neurologen unsichtbar blieben, meldet die Uni Bayreuth. In diagnostischer Hinsicht seien diese digitalen Biomarker den etablierten klinischen Verfahren zur Diagnose neurodegenerativer Krankheitsbilder schon heute überlegen, die Diagnose der Erkrankung sei im etwa doppelt so schnell.

Zudem könne der Algorithmus den weiteren Verlauf der Erkrankung mit hoher Genauigkeit vorhersagen. „Nach Beginn einer Therapie können unsere Biomarker dabei helfen, deren Wirksamkeit zu überprüfen und gegebenfalls nötige Anpassungen vorzunehmen“, sagt Professor Aldo Faisal von der Universität Bayreuth. (eb)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Differenzialdiagnose

Studie: ChatGPT schlägt Neurologen bei Polyneuropathie-Diagnose

Das könnte Sie auch interessieren
Was die MS-Behandlung auszeichnet

© Suphansa Subruayying | iStock

Lebensqualität

Was die MS-Behandlung auszeichnet

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

© AscentXmedia | iStock

Lebensqualität

Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Der Gesundheitsdialog

© Janssen-Cilag GmbH

J&J Open House

Der Gesundheitsdialog

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

© Springer Medizin

Johnson & Johnson Open House-Veranstaltung am 26. Juni 2025 beim Hauptstadtkongress

Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
J&J Open House beim Hauptstadtkongress

© [M] Springer Medizin Verlag

Video zur Veranstaltung

J&J Open House beim Hauptstadtkongress

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
7-Jahres-Daten belegen günstiges Nutzen-Risiko-Profil von Ofatumumab

© Vink Fan / stock.adobe.com

Aktive schubförmige Multiple Sklerose

7-Jahres-Daten belegen günstiges Nutzen-Risiko-Profil von Ofatumumab

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg

ADHS im Erwachsenenalter

Wechseljahre und ADHS: Einfluss hormoneller Veränderungen auf Symptomatik und Diagnose

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: MEDICE Arzneimittel Pütter GmbH & Co. KG, Iserlohn
Neue Ansätze zur Behandlung seltener Krankheitsbilder

© Dr_Microbe / stock.adobe.com

Entwicklungen in der Therapie neuromuskulärer Erkrankungen

Neue Ansätze zur Behandlung seltener Krankheitsbilder

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Systematisches Review

Kortikosteroide bei schwerer Pneumonie wahrscheinlich nützlich

Innovative Diabetestherapie

Nicht-peptidische GLP-1-Rezeptoragonisten am Start

Lesetipps
DEGAM, DDG oder DGIM: Je nach Fachgesellschaft finden sich teils leicht voneinander abweichende Empfehlungen.

© mit KI generiert / kirania / stock.adobe.com

Keine einheitlichen Zielkorridore

Typ-2-Diabetes: So stark divergieren die aktuellen Empfehlungen

Eine Frau fässt sich mit den Händen an die Brust

© Art_Photo / stock.adobe.com

Unterschiede der Geschlechter

Herzinfarkte und Ischämie bei Frauen: Was ist wirklich anders?