Schlaganfall

Neuroreha hilft Alten so gut wie Jungen

Veröffentlicht:

BERLIN. Ältere Menschen erhalten nach einem Schlaganfall oft nur eine beschränkte geriatrische Rehabilitation.

Grund sei die Vorstellung, Ältere würden von einer intensiven Behandlung wenig profitieren, teilt die Deutsche Gesellschaft für Klinische Neuropyhsiologie und funktionelle Bildgebung (DGKN) mit. Diese These haben Experten der DGKN und Reha-Wissenschaftler jetzt widerlegt.

Dr. Bettina Studer, St. Mauritius Therapieklinik, Meerbusch, hat bei mehr als 2300 Patienten gemessen, wie gut sich Betroffene nach einem Schlaganfall durch vier Wochen intensive Neurorehabilitation erholen.

Die Verlaufsstudie zeigt, dass die Kombination aus Physio-, Ergo-, Sport- und Sprachtherapie Menschen über 80 Jahren genauso gut hilft wie Menschen zwischen 65 und 80 und Menschen unter 65 Jahren (J Neurol Neurosurg Psychiatry 2015; online 11. Juni).

Unabhängig vom Alter bringt jede Stunde mehr an Therapie ein Mehr an Erholung und ein Weniger an Pflegeabhängigkeit. "Zu alt für Neurorehabilitation ist durch diese Arbeit als ein altersdiskriminierendes Vorurteil wissenschaftlich widerlegt", wird Studienleiter Professor Knecht, Pressesprecher der DGKN, in der Mitteilung zitiert. (eb)

Mehr zum Thema

Schnelle Fortbildung

Punkten mit der CME-Sommerakademie

CME-Kurs

Diagnose und Therapie des akuten ischämischen Insults

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Nachmittags: das schnelle Telegramm. Am Morgen: Ihr individuell zusammengestellter Themenmix.

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Eine Dame, die auf einen Bildschirm schaut und vor sich ein Smartphone in einer Halterung hat, wischt sich eine Träne von der Wange. Online-Therapie: Als Add-on-Therapie und zur Überbrückung der Wartezeit auf einen Therapieplatz hat sie ihren Stellenwert.

Deutscher Kongress für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Angststörungen: Online-Therapie in Leitlinie aufgenommen