Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar zum Grippeschutz in Heimen

Nicht akzeptable Impflücken

Wolfgang GeisselVon Wolfgang Geissel Veröffentlicht:

Der Ausbruch einer Infektionskrankheit in einem Pflegeheim ist für alle Beteiligten ein Albtraum. Die Bewohner haben aufgrund ihres Alters und ihrer Grunderkrankungen generell ein hohes Sterberisiko. Und Maßnahmen gegen weitere Ansteckungen wie die Isolierung von Patienten sind aufgrund häufiger kognitiver Einschränkungen der Bewohner oft nur schwer umzusetzen.

Heimleitungen und betreuende Ärzte sollten daher zum Schutz ihrer anvertrauten Menschen alle Möglichkeiten der Prophylaxe ausschöpfen. Wie schlecht es darum bestellt ist, verdeutlicht der Bericht des Robert Koch-Instituts über einen Influenza-Ausbruch in einem Pflegeheim in Baden-Württemberg.

Nur knapp sieben Prozent der Bewohner und der Mitarbeiter waren dort gegen Grippe geimpft. Das ist, gemessen an den von der WHO empfohlenen Impfraten von 75 Prozent in Risikogruppen, nicht zu akzeptieren.

Seit Jahren gibt es immer wieder Kampagnen, um medizinischem Personal und Pflegekräften einen besseren Impfschutz gegen Grippe zu vermitteln.

Die Bemühungen müssen in Kliniken und Heimen unbedingt forciert werden. Die Maßnahmen reichen von betrieblichen Impfkampagnen bis zur Verpflichtung zur Grippe-Prophylaxe als Einstellungsvoraussetzung.

Lesen Sie dazu auch: RKI-Aufruf: Grippeschutz in Pflegeheimen erhöhen!

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Gut organisiert in die Grippesaison starten

© Abraham Gonzalez Fernandez | Getty Images

Impfmanagement

Gut organisiert in die Grippesaison starten

Anzeige | Viatris Germany GmbH
Influenzaimpfung: Technologie, Evidenz und Empfehlung

© Lu ShaoJi | Getty Images

Grippeimpfstoff-Forschung

Influenzaimpfung: Technologie, Evidenz und Empfehlung

Anzeige | Viatris Germany GmbH
Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

© EAU

Ergänzung EAU-Leitlinie 2026

Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: MS-Krankheitsdynamik: Patientinnen und Patienten bewegen sich von frühen Stadien über Phasen fokaler Entzündung in fortgeschrittene, meist irreversible Stadien

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [4]

Multiple Sklerose heute

Praxisrelevante Daten im Fokus

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
Abb. 1: Impfstoffeffektivität gegen Post COVID-Beschwerden

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [14]

Jährliche COVID-19-Impfung

Empfohlen für ein breites Risikokollektiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioNTech Europe GmbH, Mainz
Abb. 1: Zeitaufwand pro Verabreichung von Natalizumab s.c. bzw. i.v.

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [9]

Familienplanung und Impfen bei Multipler Sklerose

Sondersituationen in der MS-Therapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Biogen GmbH, München
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Early-onset-Diabetes

Jeder zweite junge Erwachsene erreicht Diabetesremission

Lesetipps
Hände hallten Tablette in linker Hand und Glas Wasser in rechter Hand

© IQ-Photography / Generated with AI / Stock.adobe.com

Medikamentöse Adipositastherapie

Faktenckeck orales Semaglutid: Was es kann und wo der Haken ist