Weltweite Analyse

Nur jeder Zweite weiß von seiner Hypertonie

Laut einer WHO-Analyse weiß nur jede Zweite mit Hypertonie von seiner Erkrankung. Deutschland gehört zu den Ländern mit guter Patientenversorgung.

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Jeder dritte Mann in Deutschland im Alter von 30 bis 79 Jahren hat der Metaanalyse zufolge Bluthochdruck.

Jeder dritte Mann in Deutschland im Alter von 30 bis 79 Jahren hat der Metaanalyse zufolge Bluthochdruck.

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Genf. Die Zahl der Menschen mit Hypertonie hat sich in den vergangenen 30 Jahren verdoppelt – von 648 Millionen in 1990 auf 1278 Millionen in 2019. Eine Milliarde Betroffene leben in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen.

Dabei wissen viele Menschen offenbar nichts von ihrer Erkrankung: 2019 wurde nur jeder zweite mit Hypertonie behandelt. Das sind Ergebnisse einer Metaanalyse von 1200 Studien, die ein Team des Imperial College London und der Weltgesundheitsorganisation durchgeführt hat (Lancet 2021; online 25. August).

Blutdruckmessungen von 100 Millionen Menschen analysiert

Die Forschenden haben dafür Ergebnisse von Blutdruckmessungen von mehr als 100 Millionen Menschen im Alter von 30 bis 79 Jahren aus 30 Jahren und 184 Ländern analysiert. Als Bluthochdruck galt ein Wert ≥140/90 mmHg.

Den Daten zufolge liegt in Deutschland die Hypertonie-Prävalenz in der Gruppe der 30-79-jährigen Frauen bei 25 Prozent, bei Männern bei 34 Prozent.

Deutschland gehört insgesamt zu den Ländern mit guter Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Hypertonie: 2019 hatten Südkorea, Kanada und Island die beste Patientenversorgung, gefolgt von den USA, Costa Rica, Deutschland, Portugal und Taiwan. (dpa/bae)

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