Homöopathie

Oberschicht greift gern zu Globuli

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BERLIN (hub). Eltern mit höherem Sozialstatus greifen bei ihren Kindern doppelt so oft zu homöopathischen Verfahren als andere. Das hat die Studie KiGGS ergeben, in der Daten von 718 Kindern ausgewertet wurden (Pharmacoepidemiol Drug Safety 2010; 18: 370). Bei Kindern unter sechs Jahren wurde doppelt so häufig zu Globuli gegriffen als bei älteren. Im Westen und Süden Deutschlands steht das Verfahren zudem höher im Kurs als im Osten. Migranten nutzen Homöopathie seltener als Einheimische. Meist wurden die von Heilpraktikern oder Ärzten verordneten Kügelchen zur Therapie bei selbstlimitierenden Erkrankungen eingesetzt. 60 Prozent der Kinder, die Homöopathika erhielten, bekamen begleitend auch konventionelle Pharmaka.

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