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Fortgeschrittenes Ovarial-Ca

PARP-Inhibitoren „neuer Standard in der Primärtherapie“

PARP-Inhibitoren sind beim fortgeschrittenen Ovarialkarzinom in die Erstlinie aufgestiegen.

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Mainz. Seit 2019 werden PARP-Inhibitoren in der Leitlinie für Patientinnen mit High-Grade-Ovarialkarzinom im Stadium III/IV und BRCA-Mutation nach Ansprechen auf eine platinhaltige First-Line-Therapie zur Erhaltungstherapie empfohlen. Inzwischen liegen weitere Studien vor, die den Stellenwert der Substanzklasse bestätigen, auch für Frauen ohne BRCA-Mutation. Professor Annette Hasenburg von der Universitätsmedizin Mainz verwies beim Onko Update 2020 vor allem auf die Ergebnisse der Studien PRIMA und PAOLA.

Die Teilnehmerinnen der PRIMA-Studie mussten keine BRCA-Mutation aufweisen, hatten aber ein hohes Rezidivrisiko. Durch eine Erhaltungstherapie mit Niraparib allein wurde im Vergleich zu Placebo das progressionsfreie Überleben (PFS) signifikant um etwa fünf Monate verlängert (Hazard Ratio 0,43), in der Subgruppe mit Homologer-Rekombinations(HR)-Defizienz sogar um elf Monate. HR-kompetente Patientinnen profitierten ebenfalls, allerdings in geringerem Maß.

In PAOLA wurde Olaparib zusammen mit Bevacizumab gegen Placebo plus Bevacizumab getestet. Auch hier war der PARP-Inhibitor hinsichtlich des PFS deutlich überlegen (plus fünf Monate, Hazard Ratio 0,59). Im Unterschied zu PRIMA hatten HR-kompetente Patientinnen jedoch keinen Nutzen.

Nach Hasenburg sind PARP-Inhibitoren „neuer Standard in der Primärtherapie des fortgeschrittenen Ovarialkarzinoms“. Geht man davon aus, dass eine maximale First-Line-Therapie besonders wichtig ist, kann zur Erhaltung bei BRCA 1/2-Mutationen Olaparib in Kombination mit Bevacizumab gegeben werden, bei BRCA-Wildtyp (wt) primär Bevacizumab, ggf. zusammen mit Olaparib. Beschränkt man sich in der Erhaltung auf den PARP-Inhibitor, ist die Alternative bei BRCA 1/2-Mutation Olaparib, bei BRCA wt Niraparib. (bs)

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