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Plädoyer für Fixkombis bei der Asthma-Therapie

BERLIN (gvg). Viele Patienten mit Asthma sind in Deutschland nicht optimal versorgt. Die Gründe dafür sieht die Patientenliga Atemwegserkrankungen bei Ärzten und Patienten gleichermaßen.

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Für Deutschland geht der langjährige Vorsitzende der Liga, Dr. Helmut Berck, von einer deutlichen Unterversorgung von Patienten mit Asthma bronchiale aus. Das fange bei der Diagnostik an: "Für Patienten mit Bluthochdruck oder Diabetes ist das eigene Messgerät Standard, aber nur ein geringer Anteil der Asthma-Patienten besitzt ein eigenes Peak-Flow-Messgerät", so Berck. Das aber hält er für unverzichtbar: "Das subjektive Gefühl ist bei Asthma ein schlechter Ratgeber. Man passt sich mit seinem Verhalten den Symptomen an", so Berck bei einer von Novartis unterstützten Veranstaltung.

Auch bei der Therapie sieht Berck einiges im Argen liegen: Vor allem kritisierte er die irrationale Kortison-Angst vieler Betroffener und plädierte für "mehr Mut zu Kortison". Die unerwünschten Wirkungen bei inhalativen Kortikoiden seien gering, und die individuellen Unterschiede seien erheblich. Die Kortison-Angst sei einer der wichtigsten Gründe für die niedrige Therapietreue bei Asthma-Patienten. Berck warb deswegen für den Einsatz von Fixkombinationen mit Beta-2-Mimetikum und Kortikoid, bei denen das Kortikoid nicht selektiv abgesetzt werden kann. "Zumindest am Anfang einer Behandlung ist das unserer Auffassung nach hilfreich, auch wenn das IQWiG das anders sieht", betonte Berck.

Auch auf Seiten der Ärzte sieht er noch Verbesserungsbedarf. Vor allem bei der Verordnung der Inhalationssysteme gebe es Defizite. So würden zu viele Geräte an Patienten abgegeben, die damit nicht korrekt umgehen könnten. Auch sei es sinnvoll, bei einem Patienten, der mehrere Inhalatoren hat, möglichst mit einem einheitlichen Inhalationssystem zu arbeiten, um das Risiko einer falschen Anwendung zu reduzieren.

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