Positiver D-Dimer-Test, viele neue Thrombosen

HAMILTON (ikr). Bei der Entscheidung, ob bei Patienten mit idiopathischer Thromboembolie eine Antikoagulationsbehandlung nach drei Monaten weiter fortgesetzt werden soll, kann der D-Dimer-Test helfen.

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Nach einer aktuellen Metaanalyse ist das Rezidivrisiko bei einem positiven Testergebnis wesentlich höher als bei einem negativen. Eine Arbeitsgruppe um Dr. James D. Douketis vom St. Joseph's Hospital in Hamilton hat sieben Studien mit insgesamt 1888 Patienten analysiert.

Alle Patienten hatten wegen einer idiopathischen Thromboembolie mindestens drei Monate lang Antikoagulanzien erhalten (Ann Intern Med 149, 2008, 481). Und bei allen wurde im Anschluss ein D-Dimer-Test vorgenommen.

907 Patienten hatten einen positiven D-Dimertest. Bei 18 Prozent von diesen ereigneten sich innerhalb von etwa zwei Jahren nach Beendigung der Antikoagulation Rezidive. Bei den Patienten mit negativem D-Dimer-Test bekamen dagegen nur 7,5 Prozent erneut eine Venenthrombose.

Pro Jahr erleiden somit neun Prozent der Patienten mit positivem D-Dimer-Test, aber nur etwa 3,5 Prozent derjenigen mit negativem Testergebnis ein Rezidiv.

Die Entscheidung für oder gegen eine Fortsetzung der Antikoagulation sollte man trotz der eindrucksvollen Studiendaten nicht allein vom D-Dimer-Test abhängig machen, empfehlen die kanadischen Forscher. Der Test könne aber eine wichtige Entscheidungshilfe sein.

So könne etwa bei jungen Frauen, die aufgrund von Alter und Geschlecht ein niedriges Rezidivrisiko haben, bei negativem D-Dimer-Test die Entscheidung gegen eine Dauer-Antikoagulation leichter fallen.

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