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Prävention von Herzinfarkt: Über unerwünschte Wirkungen reden!

Unerwünschte Effekte von Arzneien halten Patienten davon ab, sie zu nutzen - auch bei der Primärprävention von Infarkten. Bei der Verordnung sollten deshalb Nutzen und Risiken erläutert werden.

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Bei einer Verordnung sollten auch UAW genannt werden.

Bei einer Verordnung sollten auch UAW genannt werden.

© Dron / fotolia.com

NEW HAVEN (hub). Die Zustimmung alter Patienten, Arzneien zur Primärprävention von Herzinfarkten einzunehmen, hängt im wesentlichen von deren unterwünschten Wirkungen ab.

Das hat eine Studie ergeben, in denen 356 Menschen im mittleren Alter von 76 Jahren in Einzelinterview befragt wurden (Arch Int Med 2011 online).

Das auf den ersten Blick überraschende Ergebnis: Alter, Geschlecht, Einkommen, Ausbildung, Familienstand, Gesundheitszustand der Studienteilnehmer oder die Zahl einzunehmender Medikamente hatte keinen Einfluss auf den Grad der Akzeptanz.

Im Mittelpunkt stand vielmehr der Nutzen. So waren 88 Prozent der Teilnehmer bereit, Arzneien zur Primärprävention von Herzinfarkten einzunehmen, wenn dadurch sechs von Hundert Menschen ein Infarkt erspart würde.

Diese Risikoreduktion entspreche dem, was eine medikamentöse Prävention erreichen könne, so Professor Terri A. Fried von der Yale University School of Medicine und ihre Kollegen.

82 Prozent würden die Arzneien auch dann noch nehmen, wenn nur noch drei von Hundert Patienten ein Herzinfarkt erspart bliebe.

Anders war die Lage, wurde nach unerwünschten Arzneimittelwirkungen gefragt: Hier gaben 50 bis 70 Prozent der Senioren an, auf die Medikamente zu verzichten - auch dann, wenn die UAW mild sind und die üblichen Aktivitäten nicht beeinflussen, wie leichte Müdigkeit oder Übelkeit.

Die Autoren ziehen als Konsequenz: Werden alten Menschen Arzneien zur Infarkt-Primärprophylaxe verordnet, müsse sowohl über den Nutzen als auch über Nebenwirkungen gesprochen werden.

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