Direkt zum Inhaltsbereich

Ehrung

Preis für Forschung zu idiopathischen Myopathien

Veröffentlicht:

MÜNSTER. Der Neurologe Dr. Tobias Ruck von der Uni Münster hat nachgewiesen, dass der Zellrezeptor NKG2D maßgeblich an der Entstehung von idiopathischen entzündlichen Myopathien (IIM) beteiligt ist.

Für die neuen Erkenntnisse verlieh die Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke (DGM) dem Nachwuchswissenschaftler den Felix-Jerusalem-Preis, teilt die Uniklinik Münster mit.

Der Forschungspreis ist mit 5000 Euro dotiert. Bei NKG2D handelt es sich um ein Molekül, das T-Zellen aktiviert.

"Wir konnten nun im Reagenzglas und im Muskelgewebe von Patienten zeigen, dass der NKG2D-Signalweg maßgeblich an der Zerstörung von Muskelgewebe bei IIM beteiligt ist", wird Ruck zitiert.

Zusammen mit Kollegen fand er auf entzündeten Skelettmuskelfasern bestimmte Liganden. Diese docken immer nur an einen Rezeptor an, sodass ein vermehrtes Auftreten bei Entzündungen auf eine Beteiligung von NKG2D schließen lässt.

Zudem produzieren die Muskelzellen auf ihrer Oberfläche den Botenstoff Interleukin-15, der dafür verantwortlich ist, dass aus der sonst harmlosen Immunzelle ein gewebeschädigender Zelltyp wird, heißt es in der Mitteilung der Uniklinik.

"Mit diesem Wissen können wir Therapien entwickeln, die das Molekül NKG2D angreifen und so die Autoimmunkrankheit eindämmen", so Ruck. (eb)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Seltene Erkrankungen

Geht an die Nieren: AA-Amyloidose

Das könnte Sie auch interessieren
Nationale Politik an Europas Gesundheitszielen ausrichten

© quantic69 | iStock

Politische Perspektive

Nationale Politik an Europas Gesundheitszielen ausrichten

Anzeige | CSL Behring GmbH
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: MATTERHORN-Regime beim GC/GEJC: ereignisfreies Überleben (EFS)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [10]

Perioperativ behandeln – kurativ denken

Durvalumab-basierte Therapie bei drei Tumorentitäten

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Abb. 1: Impfstoffeffektivität gegen Post COVID-Beschwerden

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [14]

Jährliche COVID-19-Impfung

Empfohlen für ein breites Risikokollektiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioNTech Europe GmbH, Mainz
Abb. 1: Vorteile von Vamorolon

© Santhera Pharmaceuticals (Deutschland) GmbH, modifiziert nach [3−5, 6]

Duchenne-Muskeldystrophie (DMD)

Neue Perspektiven für die Versorgung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Santhera Pharmaceuticals (Deutschland) GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Heilung wird nicht gestört

Keine Angst vor Bisphosphonaten bei frischen Frakturen

Allgemeinmediziner gibt Tipps

Ohne MFA läuft wenig: Was beim Impfmanagement wichtig ist

Lesetipps