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Problemkeime erfordern penible Hand-Hygiene

DÜSSELDORF (nsi). Hausärzte haben immer häufiger Patienten zu behandeln, die mit Antibiotika-resistenten Problemkeimen infiziert sind. Die Desinfektion der Hände bei Eingriffen am Patienten, aber auch eine räumliche Trennung MRSA-infizierter Pflegeheimbewohner sind entscheidend, um eine Ausbreitung der Problemkeime zu verhindern.

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"Hausärzte selbst sollten bei jedem Eingriff am Patienten die Hände gründlich desinfizieren und dabei besonders darauf achten, auch Fingerspitzen, das Zentrum der Handinnenfläche und die Interdigitalfalten zwischen Daumen und Zeigefinger aktiv mit Desinfektionsmittel zu bearbeiten", sagte der Infektiologe Dr. Thomas Fenner aus Hamburg beim Medica-Kongreß in Düsseldorf.

In diesen Bereichen der Hand blieben die Keime häufig zurück und würden beim nächsten Arzt-Patientenkontakt weitergegeben. Problematisch sind zum Beispiel Methicillin-resistente Stämme von Staphylococcus aureus (MRSA) und Vancomycin-resistente Enterokokken (VRE).

Patienten mit Problemkeimen erst zum Schluß behandeln!

Sowohl für die Pflege, als auch für die ärztliche ambulante Versorgung sei es sinnvoll, sich zuerst jener Patienten anzunehmen, die frei von Problemkeimen sind, und im Anschluß die mit positivem Befund zu versorgen, erläuterten Fenner und der Krankenpfleger Hans-Hermann Schlüter vom Albertinen-Krankenhaus in Hamburg.

Auch Haustiere können MRSA übertragen

An die Untersuchung des Pflege- oder Praxispersonals sei zu denken, wenn sich mindestens zwei Patienten neu anstecken, die keinen Kontakt untereinander, aber Kontakt mit einer Person aus dem ärztlichen oder pflegerischen Bereich hatten, so die Experten. "Die Infektion mit MRSA kann auch durch ein Reservoir aus dem häuslichen Bereich, Hunde oder Katzen zum Beispiel, aufrecht erhalten werden", sagte Fenner.

Infizierte Mitarbeiter sollten keinen engen Patientenkontakt haben, so die Experten. "Wenn jemand große Mengen an MRSA im Mund-Rachen-Raum hat, können die Keime sogar beim Aufschütteln der Bettdecke übertragen werden", sagte Fenner.

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