Direkt zum Inhaltsbereich

Raucherentwöhnung funktioniert auch step-by-step

Veröffentlicht:

BIRMINGHAM (run). Bislang gilt der abrupte Verzicht aufs Rauchen als am meisten Erfolg versprechende Methode zur Nikotinentwöhnung. Eine jüngst publizierte Übersichtsarbeit wirft nun ein neues Licht auf die Möglichkeiten, mit dem Rauchen aufzuhören.

In der Metaanalyse haben britische Wissenschaftler der Universität von Birmingham den Erfolg eines abrupten Verzichts auf Zigaretten verglichen mit einer langsamen Reduktion der täglichen Zigarettenzahl (The Cochrane Library 2010, Issue 3). Insgesamt wurden dazu zehn randomisierte kontrollierte Studien mit 3760 Teilnehmern ausgewertet.

Der Verzicht auf die Glimmstängel - abrupt oder langsam - wurde in den Untersuchungen mit verschiedenen Methoden unterstützt: Pharmakotherapie (Nikotinersatztherapie), Verhaltenstherapie und/oder Selbsthilfe.

Das Ergebnis: Nach sechs Monaten war die Zahl der Studienteilnehmer, die erfolgreich mit dem Rauchen aufgehört hatten, in beiden Gruppen ähnlich groß. Es bestand auch kein Unterschied, ob die Entwöhnungsmethode durch eine Nikotinersatztherapie oder Verhaltenstherapie unterstützt worden war.

Wer Raucher zum Ausstieg motivieren will, hat damit nun gute Argumente, ihnen auch eine schrittweise Reduktion der täglichen Zigarettenzahl nahezulegen, folgert das Unternehmen Novartis aus der Meta-Analyse. Und: Dieser Weg könne ebenso mit einer Nikotinersatztherapie durch Kaugummis begleitet werden wie ein abrupter Rauchverzicht.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Typ-2-Inflammation bei COPD

Bessere Lungenfunktion und mehr Lebensqualität durch IL-4/-13-Hemmung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Berlin, und Regeneron GmbH, München

Asthma, COPD und Co.

Acht Fehler bei der Inhalationstherapie – und wie es richtig geht

Zwei Phase-III-Studien

Vorteile für Fixdosis-Tripletherapie bei schwerem Asthma

Das könnte Sie auch interessieren
Was die MS-Behandlung auszeichnet

© Suphansa Subruayying | iStock

Lebensqualität

Was die MS-Behandlung auszeichnet

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

© AscentXmedia | iStock

Lebensqualität

Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 2: Sekundärer Endpunkt der BOREAS-Studie: Veränderung der Lungenfunktion unter Dupilumab versus Placebo

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Typ-2-Inflammation bei COPD

Bessere Lungenfunktion und mehr Lebensqualität durch IL-4/-13-Hemmung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Berlin, und Regeneron GmbH, München
Abb. 1: AIO-KRK-0424/ass-Registerstudie: Leitlinienadhärenz

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [5]

BRAFV600E-mutiertes mCRC nach systemischer Vortherapie

Registerstudie weist auf Defizite in der Umsetzung der Leitlinienempfehlungen hin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pierre Fabre Pharma GmbH, Freiburg
Abb. 1: Rückgang der generalisierten tonisch-klonischen Anfälle unter Cannabidiol + Clobazam

© Springer Medizin Verlag , modifiziert nach [1]

Real-World-Daten aus Deutschland zum Lennox-Gastaut- und Dravet-Syndrom

Cannabidiol in der klinischen Praxis: vergleichbare Wirksamkeit bei Kindern und Erwachsenen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Jazz Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Update der S3-Leitlinie

Neue Empfehlung in der Sepsis-Therapie

Vergleich bei dreimonatiger Therapie-Zeit

Apixaban vs. Rivaroxaban: Welches DOAK hat das geringere Blutungsrisiko?

Lesetipps
Kann sich Herpes zoster nach der Varizellen-Impfung entwickeln?

© Porträt: BVKJ | Spritze: Fiedels / stock.adobe.com

Sie fragen – Experten antworten

Kann sich Herpes zoster nach der Varizellen-Impfung entwickeln?