Rheuma fördert offenbar Bildung von Gefäßplaques

NEW YORK (hub). Rheumatoide Arthritis geht nicht nur auf die Gelenke, sondern auch auf die Gefäße: Patienten mit Rheumatoider Arthritis haben ein dreifach erhöhtes Risiko, atherosklerotische Plaques in den Karotiden zu entwickeln. Das gilt vor allem für junge Patienten.

Veröffentlicht:

Dr. Mary Roman und ihre Kollegen von der Cornell Universität in New York haben 98 Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA) und 98 Kontrollpersonen untersucht (Ann Int Med 144, 2006, 249). Das durchschnittliche Alter betrug 48 Jahre, die Diagnose der RA erfolgte im Mittel mit 35 Jahren. Die Forscher haben kardiovaskuläre Risikofaktoren und Entzündungsmarker bestimmt und die Karotiden sonographiert.

In der Gruppe der RA-Patienten wiesen 44 Prozent sklerotische Plaques in den Karotiden auf, in der Kontrollgruppe 15 Prozent. Je jünger die Personen waren, desto größer war der Unterschied zwischen den Gruppen, so etwa 7 und 0 Prozent bei unter 40jährigen sowie 12 und 52 Prozent bei 40- bis 49jährigen. Wurden Faktoren wie Alter, Blutfettwerte und Rauchen berücksichtigt, betrug die Prävalenz der Karotis-Plaques 38,5 (RA-Patienten) und 7,4 Prozent.

Die Forscher folgern: Das Entzündungsgeschehen an sich fördert die Plaquebildung. Die These werde dadurch gestützt, daß Patienten, die eine Therapie mit TNF-a-Blockern erhielten, mehr Karotis-Plaques hatten als Patienten ohne die Arzneimittel. Roman und ihre Kollegen sehen die TNF-a-Blocker-Therapie als Surrogatmarker für die Entzündungsaktivität.

Denn nur bei schwerer Rheumatoider Arthritis würden die Blocker verordnet. Kortikosteroide hatten keinen Einfluß auf die Plaqueprävalenz. Die Konsequenz der Kollegen: Früh aggressiv gegen die RA vorgehen, um das Entzündungsgeschehen unter Kontrolle zu bringen.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Anti-TNF-Therapie

Erstes Golimumab-Biosimilar erweitert Therapiespielräume bei RA, PsA, axSpA und pJIA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München

Frühe Nutzenbewertung

Mangels geeigneter Studie: Kein Zusatznutzen für Avacopan

* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Mittlere Veränderung des DAS28-CRP bis Woche 52 gegenüber Ausgangswert (primärer Wirksamkeitsendpunkt)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Anti-TNF-Therapie

Erstes Golimumab-Biosimilar erweitert Therapiespielräume bei RA, PsA, axSpA und pJIA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

© Oleh / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H.
Abb. 2: ADA und nAb unter AVT05 und Referenz-Golimumab bis Woche 16

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Colitis ulcerosa

Das erste Golimumab-Biosimilar erweitert die Therapieoption bei entzündlichen Erkrankungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Ein Stempel mit der Aufschrift "Regress"

© Gina Sanders / stock.adobe.com |

Interview zum Vertragsarztrecht

Regress-Prävention: Wie Ärzte Formfehlern aus dem Weg gehen