Gesundheitswesen

Rückenschmerzen sorgen für hohe Kosten

Veröffentlicht:

BERLIN. Rückenleiden sind in der deutschen Bevölkerung weit verbreitet - und kosten das Gesundheitssystem eine Stange Geld.

Die Behandlung von Betroffenen verursacht aber nur einen kleinen Teil der Gesamtkosten. Das berichtet der Deutsche Bundestag in einer Mitteilung und verweist auf die Ergebnisse einer Untersuchung des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung zum technischen Fortschritt im Gesundheitswesen.

Demnach entfallen nur rund 15 Prozent der Kosten bei Rückenleiden auf die Therapie. Dem Bericht zufolge seien dies im Jahr 2008 rund 9 Milliarden Euro gewesen.

Den Großteil der Gesamtkosten machen die indirekten Kosten aus, vor allem Produktivitätsausfälle aufgrund von Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit.

Den Angaben zufolge waren das 2008 insgesamt "172.000 Erwerbstätigkeitsjahre durch Arbeitsunfähigkeit sowie 75.000 durch Invalidität" gewesen. (eb)

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Kommentare
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Dr. Thomas Georg Schätzler

Damit es hier nicht nur bei Eigen- ("Gorzny") und Firmenwerbung ("DESK-DESK") bleibt...

dass nur lächerliche 15 Prozent der Gesamtkosten bei Rückenleiden in Deutschland auf die Therapie entfallen, weist auf ein ganz anderes Dilemma hin:

Durch Pauschalierung, Ent-Individualisierung bzw. mangelnde Ernsthaftigkeit und Vernetzung der Behandlung, durch Regress-Androhung und Einschränkungen sinnvoller Physio-Therapien werden vernünftige, professionelle fachübergreifende, mehrdimensionale Therapie-Ansätze torpediert.

Differenzierte Schmerztherapie, Neuraltherapie, Facetten-Infiltrationen, peri-radikuläre Therapie, REHA-Sport, mobilisierende Maßnahmen, aktive Gewichtsabnahme unter Anleitung, flankierende diätetische, Lebensstil-ändernde Interventionen werden weder gefördert, gefordert, gewollt noch implementiert.

Man gewinnt den Eindruck, Epidemiologie, Gesundheitspolitik und -Ökonomie, Krankenkassen, Medien, Öffentlichkeit und "Gesundheits"-Verwaltung sind eher zufrieden mit dem Status quo des ewigen "Doc, ich hab aber Rücken!", damit weiterhin die Möglichkeiten des Jammerns und Wehklagens mit sekundärem Krankheitsgewinn bestehen bleiben.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

Dr. Fritz Gorzny

Falsche Sitzposition und falsche Brille am PC Arbeitsplatz

Bildschirmarbeit ist Lesearbeit Zu diesem Zweck neigt der Mensch den Kopf und senkt den Blick in den Bereich, in dem die Hände tätig werden, also auf die Höhe der Magengrube. Dabei konvergieren die Augen, die Linsen akkomodieren auf den Arbeitsabstand und die Pupillen verengen sich. Dieser Vorgang geschieht automatisch ohne unser Bewußtsein und ist bioenergetisch hocheffizient. Sowie der Bildschirm höher positioniert wird also zum angeblich idealen Geradeausblick. wird zwanghaft der Kopf in den Nacken gehoben mit der fatalen Folge muskuläre Verspannungen im Nackenbereich und nachfolgenden Kopf-und Nackenschmerzen, die auch in die unteren Wirbelsäulenbereiche ausstrahlen. Bei der Arbeit mit einer Mehrstärkenbrille verstärkt sich dieser Effekt, da der Kopf noch stärker angehoben werden muß um durch den unteren Nahteil des Glases sehen zu können. Dies Zusammenhänge sind zwar in Leitlinien für die Arbeit am Bildschirmarbeitsplatz veröffentlicht aber wohl doch nicht so bekannt, daß nicht Millionen Bildschirmarbeiter falsch positioniert vor ihrem PC sitzen, Schmerzen bekommen und auf Dauer chronisch krank werden mit den im Artikel beschriebenen Auswirkungen auf unsere Sozialsysteme. Hier wäre ein Umdenken notwendig, aber PC-Hersteller produzieren weiter hohe Flachbildschirme und die Büromöbelindustrie liefert schicke aber unphysiologische Arbeitsplätze.Die Gründe sind mir schleierhaft, da die Konsequenzen bekannt sein müßten .
Dr.Fritz Gorzny, Augenarzt Koblenz

Wolfgang Ebinger

DESK-DESK hilft

Für alle im Büro Tätigen wäre ein Steh-Sitz-Schreibtisch DIE Lösung für ihre Rückenprobleme. Aber nicht alle Arbeitgeber sind bereit, SO viel Geld für ihre Angestellten auszugeben - leider.

NOCH ist ja die Rentenkasse für den finanziellen Zuschuss von bis zu 1.200 Euro zuständig - vorausgesetzt man IST bereits rückenkrank. Die Krankenkasse hilft auch natürlich gern mal mit einem kleinen Rückenkurs oder auch durchaus mit einer größeren OP...

Wer es gar nicht erst so weit kommen lassen will und selbst die Verantwortung für die eigene Gesundheit übernehmen will, muss wohl oder übel in die eigene Tasche greifen.
Meine Empfehlung, die sich auf eigene positive Erfahrungen stützt: den DESK-DESK probieren. Infos gibt es unter www.desk-desk.de.


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