Adipositas

Schlafmangel fördert Adipositas

CLEVELAND (ars). Wer oft die Nacht zum Tage macht, wird leichter dick als jemand, der lange schläft - selbst wenn beide gleich viel essen. "Achten Sie auf ausreichend Schlaf!" ist daher ein lohnender Rat für Patienten mit Gewichtssorgen.

Veröffentlicht: 13.03.2007, 08:00 Uhr

Lebensgewohnheiten, die den Schlaf fördern, bezeichnet Dr. Sanjay R. Patel aus Cleveland als neuen Ansatz in der Prävention von Adipositas. Er leitet ihn aus der Nurses’ Health Study ab (Am J Epidemiol 164, 2006, 947). Knapp 70 000 Frauen mittleren Alters füllten in 16 Jahren acht Mal Fragebögen aus, darunter mit Angaben zu Gewicht und Schlaf.

Schon zu Beginn waren Teilnehmerinnen mit höchstens fünf Stunden Schlaf durchschnittlich 2,5 Kilo und jene mit maximal sechs Stunden 1,2 Kilo schwerer als Frauen, die sieben Stunden pro Nacht schliefen.

Am Ende hatte sich die Schere noch weiter geöffnet: Zwar hatten alle Frauen zugelegt, aber die mit fünf Stunden Schlaf 1,1 Kilo und die mit sechs Stunden 0,7 Kilo mehr als die Vergleichsgruppe mit sieben Stunden.

Zudem war das Risiko einer Adipositas bei den Kurzschläferinnen um 15 Prozent erhöht. Erstaunlicherweise waren bei ihnen die Speckrollen gewachsen, ohne dass sie mehr gegessen hatten. Insofern vermuten die Autoren, dass Schlafmangel den Grundumsatz senkt, indem er den Tag-Nacht-Rhythmus stört und damit auch den Glukose- und Hormonstoffwechsel.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund: "Schlafen Sie lange!" - für Patienten mit Übergewicht ein lohnender Rat, der ihnen beim Abspecken hilft

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