Schlaganfall-Patienten schätzen Pflegetips ihrer Hausärzte

POTSDAM (gvg). Was sind die Hauptprobleme, mit denen es Hausärzte bei Schlaganfall-Patienten zu tun haben? Hausärzte aus Hamburg nennen vor allem die Organisation von Pflege und häuslicher Versorgung.

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Das hat eine Umfrage bei 443 Hamburger Hausärzten ergeben, die vom Institut für Allgemeinmedizin der Universität Hamburg initiiert wurde. Die Rücklaufquote der Fragebögen betrug etwa zwanzig Prozent.

Auf die Frage, mit welchen Problemen Angehörige oder Patienten sich vor allem an ihre Hausärzte wenden, antworteten jeweils vierzig Prozent "Versorgung und Pflege" sowie "psychische Probleme und Krankheitsbewältigung". Entsprechend bestehen die wichtigsten Angebote, die Hausärzte nach eigener Einschätzung ihren Patienten machen können, in Gesprächen sowie in der Verordnung und Mitorganisation von Pflegemaßnahmen.

An dritter Stelle stehe die Einbindung von Physio- und Ergotherapeuten, wie die Mitorganisatorin der Studie, Martina Stubenvoll, auf dem Hausärztekongreß in Potsdam berichtet hat. Sie betonte, daß es sich noch um Zwischenergebnisse handele, da die Studie fortgesetzt wird.

Die Hamburger Wissenschaftler haben die Ärzte auch gebeten, anzugeben, wie zufrieden sie mit der Zusammenarbeit mit den anderen Berufsgruppen sind, die an der Schlaganfallnachsorge beteiligt sind. Am besten schnitten hier die Physiotherapeuten ab, die auf einer Skala von eins (schlecht) bis sechs (sehr gut) im Mittel eine 4,4 bekamen. Kardiologen und ambulante Pflegedienste lagen bei 4,1, die Neurologen bei 3,7.

Überwiegend sind die Hausärzte der Auffassung, daß das, was sie an Hilfe anzubieten haben, von den Angehörigen auch als konkrete Unterstützung empfunden wird. Limitierend wirke allerdings das Budget, das nicht-medikamentöse genauso wie medikamentöse Maßnahmen begrenzt. Fast jeder dritte bezeichnete das Budget als ein großes Problem.

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