Schmerzen

Schmerztherapie i.v. ist ein gute Alternative

FRANKFURT AM MAIN (eim). Subkutane und intravenöse Injektionen von Hydromorphon helfen Schmerzpatienten, die Tabletten, Kapseln und Tropfen nicht tolerieren.

Veröffentlicht: 23.03.2007, 08:05 Uhr

Ist eine flexible orale Schmerzmedikation nicht möglich, sollten Schmerzmediziner die parenterale Applikation wählen, riet Dr. Hans-Bernd Sittig beim Deutschen Schmerztag in Frankfurt am Main. Hat ein Patient Schluckstörungen, treten unerwünschte Wirkungen wie Übelkeit und Erbrechen auf oder besteht ein sehr hoher Analgetika-Bedarf, müssen Schmerzmittel ebenfalls parenteral gegeben werden. Das hat Sittig bei der von Mundipharma unterstützten Veranstaltung gesagt.

Für Patienten mit starken chronischen oder Tumorschmerzen gibt es ab April 2007 das parenterale Hydromorphon. Das neue Palladon® injekt ist in drei Dosierungsformen erhältlich. Die 2 mg/1 ml-Ampulle eignet sich als Einmalgabe oder Einstiegsdosis, um starke Schmerzen über einen kurzen Zeitraum schnell zu lindern. Die Dosierung eignet sich etwa für posttraumatische oder postoperative Schmerzen. Die 10 mg/1 ml-Ampulle reicht meist als Tagesdosis aus. Die 100 mg/10 ml-Dosierung ist für die Dauerbehandlung mit Pumpen und Portsystemen.

Bei intravenöser Gabe tritt die Wirkung bereits nach fünf und bei subkutaner Gabe nach fünf bis zehn Minuten ein und hält drei bis vier Stunden an. Hydromorphon ist auch bei Niereninsuffizienz und Multimedikation geeignet. Es bildet keine aktiven Metabolite wie Morphin-6-glucuronid und wird unabhängig vom Cytochrom-P450-System der Leber metabolisiert.

Die Vorteile dieser Injektionsformen im Vergleich zur oralen Therapie zeigen sich darin, dass die Wirkung rasch beginnt und die Analgesie höher und maximal ist. Zudem sind sie gut geeignet, um Durchbruchschmerzen zu lindern.

Eine subkutane Dauerkanüle, gesteuert durch eine extern tragbare Pumpe, ermöglicht eine kontinuierliche Infusion.

Solche dauerhaften Zugänge erhöhen die Lebensqualität von ambulant behandelten Patienten, betonte der Schmerzexperte, da sie mobil und selbstständig bleiben.

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