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Schützt Vitamin D Kleinkinder vor Typ1-Diabetes?

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Je weniger Sonnenlicht ein Kind ausgesetzt ist, desto höher könnte sein Risiko für einen Typ-1-Diabetes sein.

Je weniger Sonnenlicht ein Kind ausgesetzt ist, desto höher könnte sein Risiko für einen Typ-1-Diabetes sein.

© Foto: Fotolia.de

Düsseldorf (eis). In den letzten 20 Jahren hat sich die Inzidenz von Typ-1-Diabetes in Industrieländern nahezu verdoppelt. Woran das liegt, ist bisher ungeklärt. Besonders Länder mit niedriger UVB-Sonnenstrahlung haben eine hohe Rate von Neuerkrankungen. Von Bedeutung könnte eine erniedrige Vitamin-D-Aktivierung sein, wie beim Diabetes Update in Düsseldorf berichtet worden ist.

Der klare Zusammenhang zwischen der Inzidenz von Typ-1-Diabetes in einem Land und seiner Lage auf der Erdkugel ist jetzt in einer Studie belegt worden (Diabetologia 51, 2008, 1391). Je weiter entfernt ein Land vom Äquator liegt, und zwar nach Norden oder Süden, desto höher ist die Diabetesinzidenz, wie Professor Martin Pfohl aus Duisburg bei der Veranstaltung berichtet hat. Spitzenreiter mit jährlich 40 Typ-1-Neuerkrankungen pro 100 000 Einwohner ist Finnland. Zum Vergleich: In Deutschland liegt die Rate bei 14 Neuerkrankungen pro 100 000.

Hinweise darauf, dass eine Vitamin-D-Supplementierung bei Kleinkindern das Diabetesrisiko verringern könnte, bietet jetzt eine Meta- analyse, die Pfohl in Düsseldorf vorgestellt hat. Ausgewertet wurden dabei vier Fall-Kontrollstudien und eine Kohortenstudie (Arch Dis Child 93, 2008, 512). Danach war das Erkrankungsrisiko bei Supplementierung deutlich reduziert. Kinder, die hohe Dosen erhielten, hatten dabei das geringste Erkrankungsrisiko. Obwohl kontrollierte Studien bisher fehlen, hält Pohl es für sinnvoll, Eltern zu Vitamin-D-Ergänzung bei Kindern zu raten. Die Prophylaxe beuge ja auch Rachitis vor.

Lesen Sie dazu auch: Nach Gestationsdiabetes dürfen Mütter nicht vergessen werden! Daten aus Bayern belegen: Typ-2-Diabetiker profitieren vom DMP Blutzucker-Selbstkontrollen sind das A und O beim Sport

Lesen Sie dazu auch kurz notiert: Muskelreize lindern Nervenschmerzen bei Diabetes Neue Praxisleitlinie wurde auf den Herbst verschoben DDG-Jahrestagung vom 20. bis 23. Mai in Leipzig

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Kommentare
Dipl.-Psych. Angelika Filip 25.03.200915:54 Uhr

Andere Variablen zur Inzidenz vom Diab.Typ1

Je weiter man von den Polen weg lebt, desto geringer ist die Belastung mit UV-B und UV-C -Strahlung aufgrund der Ozonschädigung. Dann sollten auf der südlichen Erdkugel Richtung Antarktis außerdem auch noch mehr Geschädigte sein als auf der nördlichen in Richtung Arktis, derweil auf letzterer die geringere Ozonschichtschädigung befindet.
mfg

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