Schutzmechanismus bei Prostata-Ca massiv verändert

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WIEN (eb). Ein vom TRAIL*-Protein initiierter Schutzmechanismus ist in Prostatakrebszellen offenbar massiv verändert. Darüber hinaus scheint das Eiweißmolekül die Überlebenschancen für Patienten zu verbessern.

Das TRAIL-Protein bietet somit sowohl die Möglichkeit, den Krankheitsverlauf genauer zu prognostizieren, als auch einen neuen Ansatzpunkt für innovative Therapien bei fortgeschrittenem Prostatakrebs zu finden. Das geht aus der Analyse von Gewebeproben hervor, die die Arbeitsgruppe Urologische Tumoren an der Medizinischen Universität Wien in Kooperation mit Wissenschaftlern der Harvard Medical School in Boston vorgenommen hat (Cancer online).

TRAIL stimuliert einen besonders komplexen Mechanismus, der mit dem als Apoptose bezeichneten Selbstmord einer Tumorzelle endet. Das internationale Forscherteam analysierte bei Prostata-Ca die Häufigkeit von sechs TRAIL-relevanten Proteinen in Tumoren und gesundem Gewebe. Außer TRAIL selber wurden die beiden Rezeptorproteine DR4 und DR5 untersucht, die das TRAIL binden und den Zelltod einleiten. Zudem wurde die Häufigkeit der Rezeptoren DcR1 und DcR2 bestimmt, die TRAIL ebenfalls binden, aber Apoptose nicht initiieren. In der Studie wurde unter anderen eine Korrelation zwischen dem Verlust der Rezeptoren DR4 und DR5 und dem Gleason-Score zur Bestimmung des Wachstumsmusters festgestellt.

*TRAIL: TNF-related Apoptosis Inducing Ligand

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