Tuberkulose

Sechs Monate TB-Therapie bleiben Standard

DRESDEN (gvg). Das Deutsche Zentralkomitee für Tuberkulose überarbeitet derzeit seine Empfehlungen für die Tuberkulosetherapie. Die neuen Empfehlungen sollen im Sommer fertig gestellt werden. Professor Tom Schaberg vom Diakonie-Krankenhaus Rotenburg gab beim Pneumologen-Kongress einen ersten Einblick.

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Demnach dürften in Deutschland Isoniazid, Rifampicin, Pyrazinamid, Ethambutol und Streptomycin die Erstrangmedikamente bleiben. Liegen keine Resistenzen vor, wird weiterhin zwei Monate mit einer Viererkombination und weitere vier Monate mit Isoniazid/Rifampicin behandelt.

Gesenkt werden dürfte die Initialdosis von Ethambutol, nämlich auf 15 mg/kg Körpergewicht. Ethambutol wird vor allem eingesetzt, um eine Resistenzentwicklung zu verhindern. Dies gelinge auch mit der niedrigeren, besser verträglichen Dosierung, so Schaberg.

Bei den injizierbaren Zweitrangmedikamenten wird wohl eine Priorisierung vorgenommen, und zwar in der Reihenfolge Capreomycin, Kanamycin, Amikacin. Die Reihenfolge hänge mit der Entwicklung von Kreuzresistenzen bei den einzelnen Präparaten zusammen, so Schaberg.

Bei den oralen Zweitrangmedikamenten aus der Klasse der Fluorochinolone sollen Schaberg zufolge Ciprofloxacin und Ofloxacin aus den Empfehlungen verschwinden.

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