Angst vor gesundheitlichen Folgen

Sinus-Studie zum Klimawandel: Jugendliche wollen weniger duschen

Gut die Hälfte der jungen Menschen in Deutschland rechnen mit negativen Konsequenzen der Klimakrise für die Gesundheit, wie aus einer Studie im Auftrag der BARMER hervorgeht. Eine Folge: Viele sind bereit, kürzer zu duschen.

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Ein laufender Duschkopf

Duschkopf im Badezimmer: Viele Jugendliche wollen laut einer Umfrage kürzer duschen – dem Klima zuliebe.

© Soho A studio / stock.adobe.com

Berlin. Der Sommer kommt – und mit ihm wohl neue Hitzewellen. Die hohen Temperaturen bereiten nicht nur älteren Menschen Sorgen – auch junge Menschen treibt der Klimawandel um, wie aus der am Freitag veröffentlichten neuen Sinus-Jugendstudie im Auftrag der Krankenkasse BARMER hervorgeht. Knapp 60 Prozent der Jugendlichen in Deutschland rechnen demnach mit negativen Konsequenzen des Klimawandels für die Gesundheit.

Für die Studie wurden von September bis Anfang Oktober 2023 bundesweit rund 2.000 Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren befragt. Mehr als 80 Prozent der befragten Jugendlichen sind bereit, zumindest eine konkrete Maßnahme gegen den Klimawandel „bestimmt“ umzusetzen.

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Weniger Verpackungen, weniger Flugreisen

So wären 86 Prozent der Befragten dafür offen, Verpackungen zu vermeiden. 78 Prozent würden „eher“ oder sogar „bestimmt“ kürzer duschen, 73 Prozent seltener ein neues Smartphone kaufen, 67 Prozent weniger heizen und 59 Prozent auf Flugreisen verzichten.

„Viele Jugendliche haben nicht nur die Risiken des Klimawandels erkannt. Sie wollen gegen diesen auch aktiv etwas unternehmen“, zeigte sich BARMER-Chef Professor Christoph Straub überzeugt. Ursächlich seien auch befürchtete gesundheitliche Folgen. Klimaschutz sei daher auch Gesundheitsschutz, so der Kassenmanager.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) trifft an diesem Freitag Vertreterinnen und Vertreter von Pflege, Ärzteschaft, Kommunen, Ländern, Bund, Sozialverbänden sowie Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis, um mit ihnen über bereits erfolgte und angedachte Maßnahmen für einen„Hitzeschutzplan für Gesundheit“ zu beraten. (hom)

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