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Flüchtlinge

Skabies bereitet Probleme

Skabies sollte bei Migranten rasch therapiert werden, um eine Verbreitung in Unterkünften zu verhindern.

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MANNHEIM. Zu den Erkrankungen der Haut, die aktuell große Probleme in Flüchtlingsunterkünften machen, gehören Ausbrüche von Skabies, verursacht durch Krätzmilben und im Allgemeinen übertragen durch Körperkontakt.

"Werden die Erkrankungen nicht zeitnah erkannt und therapiert, kann sich Skabies rasch ausbreiten, so dass eventuell die gesamte Flüchtlingsunterkunft saniert werden muss", sagte Professor Esther von Stebut-Borschitz von der Universitätshautklinik Mainz bei einer Veranstaltung in Mannheim.

Juckreiz, Brennen der Haut, Kratzdefekte, Papeln vor allem an Interdigitalfalten von Händen und Füßen - diese Symptome sollten rasch an Skabiesmilben denken lassen. Die unregelmäßig gewundenen Milbengänge in der Haut bestätigten den Verdacht. Die Behandlung könne topisch erfolgen, zum Beispiel mit Permethrin-Creme, so Stebut-Borschitz.

Eine systemische Behandlung mit Ivermectin oral sei mindestens ebenso wirksam, in den Unterkünften besser durchführbar und sehr sicher, sagte die Dermatologin. Das Medikament ist in Deutschland seit 1. Mai 2016 auf dem Markt. (nsi)

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