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Drei Stadien

So wird axiale Spondyloarthritis jetzt klassifiziert

BOCHUM (kat). Patienten mit ähnlicher Symptomatik wie AS (Ankylosierender Spondylitis)-Patienten, aber ohne röntgenologisch nachweisbare strukturelle Veränderungen können heute leichter klassifiziert werden.

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Möglich machen dies die ASAS (Assessment of SpondyloArthritis international Society)-Klassifikationskriterien, die die New York Kriterien von 1984 ergänzen.

Das Konzept der axialen Spondyloarthritis umfasst danach drei Stadien:

das nicht-röntgenologische Stadium, in dem bereits in der MRT eine Sakroiliitis sichtbar ist,

das zweite Stadium, in dem die Sakroiliitis bereits röntgenologisch sichtbar ist, aber noch keine knöchernen Neubildungen im Sinne von Syndesmophyten ausgebildet sind,

das dritte Stadium mit im Röntgen sichtbaren Syndesmophyten.

MRT - Schlüssel zur Diagnose

Die MRT sei also der Schlüssel zur Frühdiagnose und -therapie, sagte Privatdozent Dr. Xenofon Bariliakos, Rheumatologe vom Rheumazentrum Ruhrgebiet in Herne, beim Rheumatologen-Kongress in Bochum.

In der Hand des erfahrenen Rheumatologen decke sie nicht nur eine Entzündung in den Sakroiliakalgelenken auf, sondern auch frühe Erosionen und Fettablagerungen.

Als positiver MRT-Befund für eine Sakroiliitis gilt, wenn eine Läsion in mindestens zwei MRT-Schichten vorliegt oder in einer MRT-Schicht mehr als eine Läsion zu finden ist.

Als Hinweis auf eine axiale Spondyloarthritis gilt zudem, wenn entzündliche Veränderungen in mindestens drei Wirbelkörperecken oder Fettablagerungen in mindestens fünf Wirbelkörperecken zu finden sind.

Die Bildgebung mittels MRT ist noch unter einem anderen Gesichtspunkt nützlich. Über eine Quantifizierung der Entzündung in den Sakroiliakalgelenken erlaubt die MRT eine Abschätzung, ob der Patient gut auf eine Therapie mit TNF (Tumor Nekrose Faktor) alpha-Inhibitoren ansprechen wird.

Je höher die entzündliche Aktivität, umso besser ist das Ansprechen auf die Biologika-Therapie.Für die Frühdiagnose einer peripheren Spondyloarthritis ist bisher weniger klar, ob die MRT einen Beitrag leisten kann.

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