Kommentar zum Stressreport

Sonne, Freiheit oder Stress

Von Robert BublakRobert Bublak Veröffentlicht:

Brüder, zur Sonne, zur Freiheit", das rät ein altes Arbeiterlied. Nach dem soeben veröffentlichten Stressreport der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin zu urteilen, müsste es vielleicht besser heißen: zur Arbeit, zur Krankheit.

Denn der Stresspegel an deutschen Arbeitsplätzen ist verglichen mit jenem von 2006 unverändert hoch. 43 Prozent der 20.000 Befragten geben sogar an, der Druck habe während der vergangenen zwei Jahre zugenommen.

Welche Folgen Stress für die Gesundheit haben kann, muss nicht eigens ausgeführt werden. Klar ist auch, dass ausreichende Erholung den Folgen von Stress vorzubeugen vermag. Doch gerade hier wartet der Stressreport mit irritierenden Zahlen auf: Jeder vierte Arbeitnehmer lässt die vorgesehenen Ruhepausen ausfallen.

Und je länger die Arbeitszeit, desto häufiger der Verzicht auf Erholung - unter jenen, die mehr als 48 Stunden pro Woche arbeiten, liegt der Anteil der pausenlos Beschäftigten bereits bei knapp 50 Prozent.

Arbeit ohne Stress wird es vermutlich nie geben. Umso wichtiger ist es, bei Arbeitgebern wie Arbeitnehmern das Bewusstsein für den Wert von Erholungszeiten zu schärfen. "Zur Sonne, zur Freiheit" - zumindest für die Arbeitspausen wäre das gar kein so schlechtes Motto.

Lesen Sie dazu auch: Psychische Störungen: Arbeitsstress wird zur Epidemie

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