Ernährung

Spahn unterstützt Vereinbarungen für weniger Zucker und Salz

Die Ernährungsindustrie soll künftig durch Selbstverpflichtung für weniger Fett, Salz und Zucker in ihren Produkten sorgen. Das BMG lobt das als Baustein im Kampf gegen Übergewicht.

Veröffentlicht: 20.12.2018, 11:59 Uhr

BERLIN. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn dringt auf einen stärkeren Kampf gegen Übergewicht und falsche Ernährung. „Besonders Kinder müssen wir schützen“, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Er unterstütze Ernährungsministerin Julia Klöckner (CDU), die die Lebensmittelindustrie dazu gebracht habe, schrittweise Fett, Salz und Zucker in Fertigprodukten zu reduzieren.

„Wir bauen auf diese Selbstverpflichtung der Ernährungswirtschaft und überprüfen sie regelmäßig“, sagte Spahn. Ansonsten müsste der Gesetzgeber einschreiten. Weniger Übergewicht vermeide viel Leid und Kosten.

Das Kabinett hatte am Mittwoch eine von Klöckner vorgelegte Strategie verabschiedet, die Vereinbarungen mit Herstellern vorsieht. Damit sollen bis 2025 Produkte wie Müslis, Tiefkühlpizza oder gesüßte Getränke allmählich weniger Fett, Salz und Zucker enthalten. Von Verbraucherschützern und der Opposition kam teils scharfe Kritik, dass das Modell auf freiwilliger Basis nicht ausreiche.

Starten soll die Umsetzung Anfang 2019, eine erste Bilanz soll im Herbst kommen.

In Deutschland gelten laut Ernährungsministerium 47 Prozent der Frauen, 62 Prozent der Männer und 15 Prozent der Kinder als übergewichtig. Zu viel Zucker, Fett und Salz erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes. Verbraucherschützer und Mediziner fordern seit langem ein stärkeres Gegensteuern etwa mit weiteren Kennzeichnungen, Werbebeschränkungen oder Extra-Steuern. (dpa)

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