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Spezial-MRT hilft bei Rheuma-Diagnose

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FRANKFURT AM MAIN (ner). Bei rheumatischen Erkrankungen sind die Therapieziele heute sehr anspruchsvoll. Bei Rheumatoider Arthritis (RA) etwa ist eine Remission sogar langfristig möglich. Ein wichtiger Baustein in der Frühdiagnostik und Verlaufskontrolle bei RA muss die MRT werden, fordern Rheumatologen.

Keine große Röhre: Spezial-MRTs für die Diagnose entzündlich-rheumatischer Gelenkerkrankungen sind nicht größer als eine Waschmaschine.

Keine große Röhre: Spezial-MRTs für die Diagnose entzündlich-rheumatischer Gelenkerkrankungen sind nicht größer als eine Waschmaschine.

© Foto: Esaote Biomedica

Die Rheuma-Progression lässt sich mit modernen Arzneien heute deutlich verlangsamen, wenn nicht gar stoppen. Daran erinnerte Professor Harald Burckhardt von der Uniklinik in Frankfurt am Main. Der Rheumatologe verwies dabei auf die TNFa-Blocker. So könne etwa mit Adalimumab (Humira®) in Kombination mit Methotrexat (MTX) die Progredienz der RA effektiver aufgehalten werden als mit MTX allein. Voraussetzung sei allerdings die frühe Diagnose und Therapie.

Röntgen ist hier im Hintertreffen: Dadurch sind Veränderungen erst sechs bis zwölf Monate nach Krankheitsbeginn zu erkennen. Aber nur bei Therapiebeginn innerhalb von drei Monaten besteht eine Chance, RA-Patienten in Remission zu bringen und Gelenkdestruktionen langfristig zu verhindern. Dazu brauche es moderne bildgebende Verfahren für die Frühdiagnostik wie Sonografie und MRT, sagte Privatdozent Ben Ostendorf vom Rheuma-Zentrum Düsseldorf bei der Veranstaltung der Initiative "Remission Plus", die von Abbott und Esaote unterstützt wird.

Mit diesen Methoden können entzündliche und destruierende Gelenkveränderungen früh erkannt und vor allem mit der MRT detailliert abgebildet werden. Mithilfe der Kontrastmittel-MRT kann darüber hinaus eine Aussage über die Entzündungsaktivität getroffen werden. Und sichtbare Knochenmarksödeme lassen prognostische Aussagen zu. Außerdem sei die MRT-Befundung Untersucher-unabhängiger als die Sonografie, die viel Erfahrung erfordere, so Ostendorf.

Erleichtert wird die Diagnostik bei Rheumapatienten durch kleine Niederfeld-MRT mit Feldstärken von 0,1 bis 0,2 Tesla. Diese nur etwa waschmaschinengroßen Geräte erfordern keine besonderen baulichen Maßnahmen oder Sicherheitsvorkehrungen. Die Patienten können im Unterschied zu konventionellen Hochfeld-MRT bequem gelagert werden, es werden nur der Arm oder das Bein in die Öffnung mit dem Magneten gesteckt. Nach Angaben einer Sprecherin des Unternehmens Esaote schaffen sich vor allem niedergelassene Orthopäden, aber auch Rheumatologen und Rheuma-Kliniken solche Geräte an.

Mehr Informationen zum Thema Rheuma bietet www.rheumanet.org

STICHWORT

"Remission Plus"

Um moderne bildgebende Verfahren in die Versorgung von Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA) zu integrieren, hat sich die Initiative "Remission Plus" gegründet. Sie besteht aus nationalen und internationalen Experten - Rheumatologen und Radiologen - und wird von den Unternehmen Abbott Immunology und Esaote unterstützt. Die Initiative bietet Fortbildungen an, möchte die Befunddokumentationen standardisieren und wissenschaftliche Projekte initiieren. Derzeit gibt es sechs Niederfeld-MRT "Centers of Excellence" in Deutschland: Bad Nauheim/Gießen, Berlin, Damp, Düsseldorf, Halle, München, Hannover und Bad Aibling. Weitere Standorte sollen hinzu kommen. (ner)

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