AKTUELLE THERAPIEN BEI MORBUS CROHN UND COLITIS ULCEROSA

Steroide wirken bei Crohn nicht immer

Veröffentlicht: 29.09.2006, 08:00 Uhr

Einer von fünf Patienten mit Morbus Crohn (MC) kommt trotz einer wochenlangen hochdosierten Steroidtherapie (initial mindestens 1 mg/kg KG Prednisolonäquivalent) nicht in Remission und ist damit steroidrefraktär. Therapie der Wahl sind dann 2,5 mg/kg Azathioprin (etwa Azafalk®, Imurek®, Zytrim®).

Zwei bis sechs Monate kann es allerdings dauern, bis Patienten ansprechen. Wirkt die Therapie nicht oder wird das Medikament nicht vertragen, ist Methotrexat eine Option (25 mg i.m.). Auch Infliximab (Remicade®) ist bei schwerstem Verlauf eine Option.

Kommen Patienten mit Steroiden zwar in Remission, gelingt es aber zweimal innerhalb eines halben Jahres nicht, die Steroid-Dosis zu reduzieren, spricht man von Steroid-Abhängigkeit. Das betrifft etwa jeden dritten Crohn-Kranken. Eine langfristige Azathioprin-Therapie ist dann die Wahl. (gwa)

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