Strahlentherapie ist gute Option bei Lungenkrebs

GHENT (mop). Für Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinom (NSCLC) ist eine Radiotherapie im Hinblick auf das Gesamtüberleben so wirksam wie eine Operation. Die Bestrahlung sollte daher bei diesen Patienten bevorzugt werden. Zu diesem Schluss kommt eine Arbeitsgruppe um Dr. Jan van Meerbeeck von der Uniklinik in Ghent aufgrund von Studienergebnissen.

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Frühere Studien ließen vermuten, dass eine Op bei Patienten mit NSCLC im fortgeschrittenen Stadium IIIA, die präoperativ chemotherapeutisch behandelt waren, die Überlebenszeit verlängert. Die EORTC-Arbeitsgruppe um van Meerbeeck ging davon aus, dass die Op nach einer Chemotherapie zu besseren Ergebnissen führt als eine Strahlentherapie. Diese Hypothese haben die Mediziner in einer randomisierten kon-trollierten Studie bei 332 Patienten im Stadium IIIA-N2 überprüft (JNCI 99, 2007, 442).

Entgegen ihrer Annahme lebten die operierten Patienten im Vergleich zu den bestrahlten Patienten nicht länger: Die mittlere Überlebenszeit betrug mit Op 16,4 Monate, die 5-Jahres-Überlebensrate 15,7 Prozent. (mit Strahlentherapie waren es 17,5 Monate und 14 Prozent). In der Op-Gruppe starben vier Prozent der Patienten. Dagegen starb in der der Radiotherapie-Gruppe nur einer aufgrund einer Strahlenpneumonitis.

Die Onkologen sprechen sich daher aufgrund der geringen Morbidität und Mortalität für die Strahlentherapie aus.

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