Stroke Units in Hamburg ziehen positive Bilanz

HAMBURG (di). In den vor zehn Jahren am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) eingeweihten Stroke Units sind inzwischen rund 6000 Schlaganfallpatienten behandelt worden.

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Die Altersspanne der Patienten reichte von 15 bis 103 Jahre. 20 Prozent der Patienten sind jünger als 45 Jahre. "Diese Altersverteilung zeigt, dass der Schlaganfall nicht eine Erkrankung des alten Menschen ist, sondern in jedem Lebensalter auftreten kann", teilte das UKE zum Jubiläum seiner Stroke Units mit.

Professor Christian Gerloff, Direktor der UKE-Neurologie, verwies zu diesem Anlass auf die Bedeutung von Stroke Units bei der Behandlung von Schlaganfallpatienten: "Die Behandlung auf einer Stroke Unit verringert das Risiko für einen schlaganfallbedingten Tod oder Pflegebedürftigkeit um bis zu 42 Prozent." Entscheidend sei die Einlieferung ohne Umwege.

Anlässlich der Aufklärungskampagne "Hamburg gegen den Schlaganfall" wird derzeit öffentlich auf die Risiken und die Behandlungsmöglichkeiten beim Schlaganfall hingewiesen. Schlaganfall ist nach Angaben des UKE die häufigste Ursache einer dauerhaften körperlichen Behinderung und die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. In der Hansestadt sind jährlich rund 6000 Menschen betroffen.

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