Sport und Ernährung

Studie startet zu Brustkrebs und Ovarial-Ca

Veröffentlicht:

KIEL. Helfen Sport und Ernährung bei erblichem Brust- und Eierstockkrebs? Das wird jetzt in einer Studie an der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) untersucht, wie die Universität mitteilt.

Die LIBRE (Lebensstil-Intervention bei Frauen mit erblichem Brust- und Eierstockkrebs)-Studie soll klären, ob sich ein strukturiertes Interventionsprogramm mit gesunder Ernährung und Sport bei Frauen, die ein erbliches Erkrankungsrisiko haben oder bereits erkrankt sind, positiv auswirken kann.

"Die Studie basiert auf einem Gruppenvergleich", wird Professor Burkhard Weisser, Institut für Sportwissenschaft der CAU, in der Mitteilung zitiert.

"Die Teilnehmerinnen der Kontrollgruppe werden zu Beginn der Studie sportmedizinisch untersucht und erhalten eine umfassende Beratung zu Ernährung und körperlicher Fitness. Die Probandinnen aus der Interventionsgruppe erhalten drei Monate lang ein strukturiertes Sport- und Ernährungsprogramm unter ärztlicher Betreuung."

Beide Gruppen werden nach drei Monaten und dann einmal jährlich medizinisch untersucht und befragt.Langfristig wollen sie mit der LIBRE-Studie Wege finden, um das Ausbruchsrisiko von erblichem Brust- und Eierstockkrebs zu senken, aber auch Heilungschancen zu verbessern und um einen Rückfall verhindern zu können.

Die LIBRE-Studie richtet sich sowohl an bereits erkrankte als auch an gesunde Frauen im Alter zwischen 18 und 70 Jahren, bei denen eine Mutation in den Genen BRCA 1 und BRCA 2 nachgewiesen wurde.

Die Studie startet zunächst in den drei Studienzentren Kiel, Köln und München, in einem Jahr dann auch in zehn weiteren Zentren für familiären Brust- und Eierstockkrebs der Deutschen Krebshilfe e.V. Die dreijährige Studie wird von der Deutschen Krebshilfe gefördert, so die CAU. (eb)

Mehr Infos zur LIBRE-Studie auf: www.uni-kiel.de

Mehr zum Thema

Tamoxifen und Aromatasehemmer

Brustkrebs-Prävention mit Screening plus Medikation?

European Health Union

Neue EU-Empfehlungen zur Krebsvorsorge

Das könnte Sie auch interessieren
Reduktion des Rezidivrisikos beim frühen Brustkrebs

© Lilly Deutschland GmbH

ESMO Breast

Reduktion des Rezidivrisikos beim frühen Brustkrebs

Anzeige | Lilly Deutschland GmbH
Update zu CDK4/6-Inhibitoren in der Adjuvanz

© Lilly Deutschland GmbH

AGO-Leitlinie 2022

Update zu CDK4/6-Inhibitoren in der Adjuvanz

Anzeige | Lilly Deutschland GmbH
Notfall Thrombose – initial niedermolekulares Heparin

© LEO Pharma GmbH

DGA 2021

Notfall Thrombose – initial niedermolekulares Heparin

Anzeige | LEO Pharma GmbH
Schwangerschaftsassoziierte Thrombose: Warum NMH?

© LEO Pharma GmbH

DGA 2021

Schwangerschaftsassoziierte Thrombose: Warum NMH?

Anzeige | LEO Pharma GmbH
VTE-Inzidenz bei Krebs in den letzten 20 Jahren verdreifacht

© LEO Pharma GmbH

Publikation

VTE-Inzidenz bei Krebs in den letzten 20 Jahren verdreifacht

Anzeige | LEO Pharma GmbH
Kommentare
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Gesundheitsministerkonferenz

Approbationsordnung: Jetzt sollen die Regierungschefs ran

Bremen

KV rekrutiert Ärzte im Ruhestand für die Heimversorgung