Forschungspreis

Studie zu Impfen bei CED ausgezeichnet

Veröffentlicht:

ULM. Für seine Studie zur Erfassung des Impfstatus bei Kindern mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) wurde Dr. Carsten Posovszky, Leiter des Bereichs Kindergastroenterologie an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin Ulm, mit dem Ludwig-Demling-Forschungspreis 2015 der Deutschen Morbus Crohn / Colitis ulcerosa Vereinigung ausgezeichnet.

Der Mediziner erhielt den Preis, der von der Falk Foundation gestiftet wird und mit 25.000 Euro dotiert ist, im Rahmen der Jahrestagung Viszeralmedizin 2015 in Leipzig, teilt die Uniklinik Ulm mit. Posovszky prüft in seiner Studie außerdem die Impfantwort auf eine Lebendimpfung mit Windpockenimpfstoff unter immunsuppressiver Therapie.

Da zur Impfung mit Lebendviren keine belastbaren Daten vorliegen und eine Erkrankung durch Impfviren möglich erscheint, wird diese derzeit unter immunsuppressiver Therapie nicht empfohlen. Ein Absetzen der Therapie über mehrere Monate zur Durchführung einer Lebendimpfung ist aufgrund der Krankheitsaktivität und Rezidivgefahr meist nicht möglich oder wird von den Betroffenen nicht gewollt - und so bleiben sie jahrelang ungeimpft.

Diesen gordischen Knoten möchte Posovszky lösen, heißt es in der Mitteilung der Uniklinik Ulm.Die Studie solle eine repräsentative Aussage zum Impfstatus bei Kindern mit CED in Deutschland ermöglichen, die allgemeine Impfprävention verbessern, die qualitative Immunfunktion unter immunsuppressiver Therapie erfassen und Kinder mit erhöhtem Infektionsrisiko identifizieren.

Dazu werden Daten zur Sicherheit und Effektivität der Windpocken-Impfung unter Anwendung einer Checkliste geliefert. Darüber hinaus sollen microRNAs als prädiktive Biomarker für eine adäquate Immunantwort identifiziert werden. (eb)

Mehr zum Thema

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Wie lässt sich ein übermäßiger Steroidgebrauch vermeiden?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG, Wiesbaden

Indikation erweitert

Ozanimod jetzt auch Arznei bei Colitis ulcerosa

Das könnte Sie auch interessieren
Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

© Pascoe Naturmedizin

Vitamin-C-Therapie

Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Mit Vitamin C gegen schwere Langzeitfolgen

© designer491 / Getty Images / iStockphoto

Long-COVID

Mit Vitamin C gegen schwere Langzeitfolgen

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Long-COVID-Syndrom: Warum Frauen häufiger betroffen sind

© Pascoe Naturmedizin

Vitamin-C-Infusionen bei Long-COVID

Long-COVID-Syndrom: Warum Frauen häufiger betroffen sind

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Sollen Apotheker gegen COVID-19 mitimpfen dürfen?

© Michaela Illian (li) | Sven Bratulic (re)

Pro & Contra

Sollen Apotheker gegen COVID-19 mitimpfen dürfen?

Auch in Deutschland sollen bald Corona-Impfungen der 5- bis 11-Jährigen möglich sein.

© SvenSimon / Frank Hoermann / picture alliance

Corona-Impfungen bei Unter-12-Jährigen

BVKJ-Chef Fischbach: „Kinder sollen jetzt den Blutzoll zahlen“

Das RKI-Merkblatt zur Corona-Schutzimpfung ist eine gute Hilfe bei der Patientenaufklärung. Ein Gespräch kann es aber nicht ersetzen.

© Sascha Steinach / ZB / picture alliance

Haftungsrisiken ausschließen

Booster-Impfung: So klären Ärzte sorgfältig auf