Substanz aus grünem Tee wirkt gegen Leukämie

ROCHESTER (mut). Eine Therapie mit einem Wirkstoff aus grünem Tee wurde jetzt erstmals erfolgreich bei Leukämie-Patienten getestet. In der Phase-I-Studie ging die Lymphozytenzahl bei einem Drittel der Patienten deutlich zurück.

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In der Studie wurden 33 zuvor unbehandelte Patienten mit chronisch lymphatischer Leukämie (asymptomatisches Rai-Stadium 0 bis II) mit EGCG (Epigallocatechin-3-Gallat) behandelt. EGCG ist ein Polyphenol, das in erhöhter Konzentration in grünem Tee vorkommt. In Labor- und Tierexperimenten hatte sich die Substanz bereits bei unterschiedlichen Tumoren als antiproliferativ erwiesen. In der jetzt publizierten Studie (Journal of Clinical Oncology online) hatten die Patienten einen Monat lang Dosierungen im Bereich von 400 mg bis 2000 mg EGCG zweimal täglich oral bekommen. Zum Vergleich: Eine Tasse grüner Tee enthält etwa 150 mg der Substanz, schwarzer Tee nur ein Fünftel dieser Menge.

Das Ergebnis der Studie: Bei einem Drittel der Patienten ging die Lymphozytenzahl dauerhaft um mehr als 20 Prozent zurück. Bei elf von zwölf Patienten mit tastbar vergrößerten Lymphknoten reduzierten sich die Schwellungen um mehr als die Hälfte. Wie die Studienärzte um Dr. Tait D. Shanafelt berichten, wurden selbst die hohen Dosierungen von EGCG gut vertragen. Die Forscher hoffen, dass sich mit der Substanz Frühstadien der Tumorerkrankung bremsen lassen.

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