Direkt zum Inhaltsbereich

Grippeimpfung

Tausende Dosen Grippe-Impfstoff importiert

Trotz Einfuhren aus dem innereuropäischen Ausland ist Grippe-Impfstoff in einigen Bundesländern weiterhin knapp.

Veröffentlicht:
Allein nach Berlin sind 3000 Dosen des Grippe-Impfstoffs gebracht worden.

Allein nach Berlin sind 3000 Dosen des Grippe-Impfstoffs gebracht worden.

© Karl-Josef Hildenbrand / dpa

BERLIN. Deutschland hat wegen des Impfstoffmangels mehrere Tausend Dosen Grippe-Impfstoffe aus dem EU-Ausland importiert. Dennoch gibt es mancherorts weiterhin Versorgungs-Engpässe.

Allein nach Berlin seien 3000 Dosen geordert worden, berichtet eine Sprecherin des dortigen Landesamts für Gesundheit und Soziales. Das Saarland erhielt nach Auskunft der Landesapothekenkammer „sehr kleine Mengen“ Impfstoff aus Polen und Frankreich, dennoch sei nun keiner mehr verfügbar.

Apotheken in Schleswig-Holstein hätten Impfstoffe „im vierstelligen Bereich“ aus dem Ausland – überwiegend aus Großbritannien – bezogen, sagt Frank Jaschkowski, Geschäftsführer der Landesapothekenkammer. „Damit konnten kleinere Versorgungslücken geschlossen werden.“

Geschätzt hätten sich in Schleswig-Holstein einige tausend Menschen wegen des Impfstoffmangels nicht gegen Grippe impfen lassen. In anderen Bundesländern wie Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen gibt es nach Behördenangaben bisher keine größeren Versorgungsprobleme.

Industrie produzierte schon mehr

Für diese Saison hatte das Paul-Ehrlich-Institut 15,7 Millionen Impfstoff-Dosen freigegeben und damit rund eine Million mehr als in der Vorsaison verimpft worden waren.

Nachdem dennoch Engpässe absehbar wurden, hatte das Bundesgesundheitsministerium im November den Import von Grippe-Impfstoffen erlaubt.

Menschen mit besonderem Risiko sollten sich auch jetzt noch impfen lassen – falls in der Region noch Impfstoff vorhanden sei, sagte die Sprecherin des Robert Koch-Instituts (RKI), Susanne Glasmacher. Zu den Risikogruppen zählen unter anderem chronisch Kranke und Menschen über 60.

Die Grippewelle in der Saison 2017/18 hatte das RKI bereits als stärkste seit Jahren gewertet. Vermutlich starben daran in Deutschland mehr als 20.000 Menschen, vor allem Ältere.

Dies sehen Experten als einen Grund dafür an, dass sich in dieser Saison so viele Menschen impfen ließen. Ein weiterer sei die erstmalige Kassen-Erstattung des Vierfach-Impfstoffs, der als wirksamer gilt als der mit nur drei Komponenten. (dpa)

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Woman with diabetes standing on top of the hill and looking at camera

© Getty Images

Impflücken bei Chronikern

Grippeimpfung bei Diabetes: Risiko für Folgen senken

Anzeige | Viatris Germany GmbH
Die vergessene Reiseimpfung

© Milo Zanecchia | Getty Images

Impfen in der Praxis

Die vergessene Reiseimpfung

Anzeige | Viatris Germany GmbH
„Motivational Interviewing“ in der Impfberatung

© SrdjanPav | Getty Images

Impfkommunikation

„Motivational Interviewing“ in der Impfberatung

Anzeige | Viatris Germany GmbH
Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

© EAU

Ergänzung EAU-Leitlinie 2026

Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Abb. 1: AIO-KRK-0424/ass-Registerstudie: Leitlinienadhärenz

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [5]

BRAFV600E-mutiertes mCRC nach systemischer Vortherapie

Registerstudie weist auf Defizite in der Umsetzung der Leitlinienempfehlungen hin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pierre Fabre Pharma GmbH, Freiburg
Abb. 1: Rückgang der generalisierten tonisch-klonischen Anfälle unter Cannabidiol + Clobazam

© Springer Medizin Verlag , modifiziert nach [1]

Real-World-Daten aus Deutschland zum Lennox-Gastaut- und Dravet-Syndrom

Cannabidiol in der klinischen Praxis: vergleichbare Wirksamkeit bei Kindern und Erwachsenen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Jazz Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Signifikante Assoziation

Begünstigen Gichtanfälle tachykarde Arrhythmien?

Lesetipps
Blutgefäß mit Thrombose.

© Tinttrex / stock.adobe.com / Generated with AI

Therapie je nach Risiko

Akute Lungenembolie: Was die optimale Therapie ausmacht