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Test zum Nachweis von geschädigter DNA

Schäden, die an der DNA entstehen, lassen sich früh anhand von Addukten messen: Substanzen, die sich als Folge von Entzündungen an der DNA anlagern. Damit könnte der Übergang von einer entzündlich veränderten zur entarteten Zelle früh erfaßt werden.

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Dies hat die Gruppe um Professor Helmut Bartsch am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg an Gewebeproben von Patienten mit chronischer Pankreatitis, Leberzirrhose, Entzündung des Dickdarms und der familiären adenomatösen Polyposis nachgewiesen.

Die Wertigkeit der hochempfindlichen Methoden wurde bestätigt. So waren die Adduktspiegel bei Patienten mit alkoholbedingter Leberzirrhose und Fibrose deutlich höher als bei gesunden Personen.

    Markerspiegel bei Patienten mit Entzündung sind erhöht.
   

In einer von der Deutschen Krebshilfe geförderten Studie soll jetzt überprüft werden, ob diese Marker im Pankreassaft von Patienten mit chronischer Pankreatitis eine Aussage darüber zulassen, ob das Risiko für eine Krebsentwicklung auf dem Boden der Entzündung anhand der Menge der DNA-Addukte vorhersehbar ist.

Bartsch: "Wir wollen wissen, ob sich anhand der Adduktspiegel, die etwa in Körperflüssigkeiten, Biopsien oder Blutzellen gemessen werden, der Krankheitsverlauf von Krebsvorstufen bis zur bösartigen Geschwulst vorhersagen läßt."

Für die Krebsprävention könnte diese Meßmethode einen enormen Fortschritt bringen, wenn sich nämlich die Wirksamkeit therapeutischer und chemopräventiver Maßnahmen, etwa die Antioxidantienzufuhr mit der Nahrung, damit überprüfen ließe. Erste Untersuchungen erbrachten Hinweise, daß dies funktioniert.

So hat eine Pilotstudie innerhalb der großen Ernährungsstudie EPIC bestätigt, daß Probandinnen, die sich mit sehr vitaminreicher Kost - vor allem Vitamin E und Vitamin C - ernährt hatten, deutlich weniger DNA-Schäden in ihren Lymphozyten hatten als jene mit normaler Kost.

Dies wurde auch in einer japanischen Interventionsstudie bestätigt, wo Frauen, die zu gesunder Kost angehalten wurden, deutlich weniger DNA-Schäden im Blut hatten. Jetzt wird die Effizienz des vielversprechenden Tests klinisch geprüft. (bd)

Lesen Sie dazu auch: Wie chronische Entzündungen Krebs den Weg ebnen

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