Tetanus-Impfung auch im Notfall mit Kombivakzine

NEU-ISENBURG (eis). Fehlen zusätzlich zur Tetanus- auch die Diphtherie- und Pertussis-Impfung, dann sollte mit einer Kombivakzine geimpft werden, rät die STIKO. Einige Kliniken halten sich aber offenbar nicht daran.

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Bei solchen Wunden ist Tetanus-Schutz wichtig.

Bei solchen Wunden ist Tetanus-Schutz wichtig.

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"Einige chirurgische Kliniken nehmen unter Hinweis auf die Kosten und die Unbedenklichkeit weiterhin nur eine Tetanusmonoimpfung vor", kritisiert der "Impfbrief online" (www.impfbrief.de), ohne Namen zu nennen.

Vielen Patienten fehlt aber auch der Schutz gegen Diphtherie und Pertussis, und gegen Keuchhusten kann nur in Kombination mit den anderen beiden Komponenten (d und ap) geimpft werden.

Abstand der Tetanus-Impfungen darf fünf Jahre nicht überschreiten

Beim Pertussis-Schutz gibt es viele Impflücken: Die Impfung ist genauso wie der Schutz gegen Tetanus und Diphtherie bei allen Kindern im Alter von fünf bis sechs Jahren aufzufrischen sowie noch einmal bei Jugendlichen bis zum 18. Geburtstag. Zudem ist bei allen Erwachsenen eine einmalige Pertussis-Impfung indiziert.

Das Problem: Wer Pertussis-Schutz braucht, aber kürzlich eine Tetanus-Monoimpfung erhalten hat, bei dem muss mit einer Kombivakzine gegen Pertussis geimpft werden, die dann noch einmal zusätzlich die Tetanuskomponente enthält.

Wird der empfohlene Abstand zwischen zwei Tetanus-Impfungen von fünf Jahren unterschritten, besteht - in seltenen Fällen - das Risiko für eine schwere Impfreaktion.

Trotzdem hält die STIKO in diesem Fall nach Abwägung der Nutzen/Risiko-Bilanz die Kombi-Impfung für vertretbar. Dies machen sich die Kliniken zunutze: Die fehlenden Impfungen könne ja dann der Hausarzt vervollständigen.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Fragwürdige Praxis beim Tetanusschutz

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