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Nach Operationen

Troponin-T-Test deckt Schäden am Herzen auf

Myokardschäden sind für ein Viertel der Todesfälle nach chirurgischen Eingriffen verantwortlich. Mit perioperativen Tests auf hochsensitives Troponin T könnten gefährdete Patienten früh erkannt werden.

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WASHINGTON DC. Beim Jahreskongress des American College of Cardiology in Washington DC wurde eine prospektive Studie mit 21.842 Patienten präsentiert, deren Ziel es war, an einer repräsentativen Stichprobe operierter Patienten die Beziehung zwischen hochsensitiven Troponin T (hsTnt)-Werten und der postoperativen 30-Tage-Mortalität herauszuarbeiten. "Unser Ziel war es, einen Schwellenwert zu identifizieren, bei dem die postoperative 30-Tage-Mortalität über 3 Prozent liegt und das Sterberisiko mindestens dreifach erhöht ist", erklärte Studienautor Professor Devereaux von der Kardiologischen Klinik der McMaster Universität in Hamilton/Kanada. Gemessen wurde das hsTnT vor dem Eingriff, nach 6–12 Stunden und anschließend täglich bis zum 3. Tag.

1,2 Prozent der Patienten starben innerhalb von 30 Tagen nach dem Eingriff. Patienten mit einem hsTnT < 5 ng/l hatten mit 0,1 Prozent ein sehr geringes Sterberisiko. Dieses stieg bei hsTnT-Werten von 5–14 ng/l auf 0,5 Prozent und bei hsTnT-Werten von 14–20 ng/l auf 1,1 Prozent.

20 ng/l erwiesen sich als der gesuchte Schwellenwert: Bei hsTnT-Werten von 20–65 ng/l betrug die 30-Tage-Mortalität 3 Prozent, das Risiko war gegenüber Patienten mit niedrigen shTnT-Werten um den Faktor 24 erhöht. Bei Patienten mit hsTnT-Werten von 65–1000 ng/l h stieg die 30-Tage-Mortalität auf 9,1 Prozent, bei noch höheren Werten auf 30 Prozent.

Neben dem hsTnT-Wert über 20 ng/l erwies sich auch ein Anstieg um mindestens 5 ng/l nach der Operation als signifikant mit der 30-Tages-Mortalität assoziiert, berichtete Devereaux. "Nach unseren Ergebnissen hatten 18 Prozent aller Patienten eine postoperative Myokardschädigung erlitten. Ohne hsTnT-Bestimmungen hätten wir 93 Prozent dieser Patienten nicht entdeckt", sagte der Kardiologie. Die Früherkennung gefährdeter Patienten erlaube eine rechtzeitige Therapie, etwa mit ASS oder Statinen.

Postoperative Myokardschäden waren in der Studie mit Abstand der wichtigste Prädiktor für die 30-Tages-Mortalität, noch vor Blutungen, Sepsis, Vorhofflimmern und Schlaganfall. Zu Herzschäden kommt es in der Regel innerhalb der ersten 24–36 Stunden, etwa auf der Basis von Blutungen, Thrombosen oder der generellen Inflammation. Die meisten Patienten bekommen die Warnsignale nicht mit, weil sie noch unter dem Einfluss narkotischer Schmerzmittel stehen.(DE)

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