Befragung

Trostlose Packungen bringen Raucher zum Nachdenken

Wenn Zigaretten in trostlosen Packungen verkauft werden, steigt bei Rauchern der Wunsch aufzuhören. Das legt eine erste Studie aus Australien nahe.

Veröffentlicht: 24.07.2013, 15:33 Uhr

SYDNEY. In Australien dürfen Zigaretten seit dem 1. Dezember 2012 nur noch in schlammgrünen Packungen mit aufgedruckten Ekelfotos angeboten werden, berichtete das Onlinejournal "BMJ Open".

Die Forscher befragten kurz vor dem Stichtag im Bundesstaat Victoria 388 Raucher, die ihre Zigaretten bereits in schlichten Packungen kauften, und 148 Raucher, die noch herkömmliche Schachteln bezogen.

36,8 Prozent der ersten Gruppe dachten mindestens einmal am Tag ans Aufhören, verglichen mit nur 21,8 Prozent in der zweiten Gruppe. 45,9 Prozent der Raucher mit den schlichten Packungen dachten oft oder sehr oft an die Gesundheitsschäden. In der Kontrollgruppe waren es nur 35,6 Prozent.

Australien ist das erste Land der Welt, das derart strikte Vorschriften zu Zigarettenverpackungen erlassen hat. Dort darf der Markenname nur noch klein auf der Schachtel abgedruckt werden.

Dreiviertel der ansonsten schlammgrünen Packung besteht aus Gesundheitswarnungen und Ekelfotos etwa von Augenschäden, Mundkrebs oder Raucherlungen. (dpa)

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