Direkt zum Inhaltsbereich

Trotz sinkender Inzidenz - TB bleibt in Deutschland eine Gefahr

BERLIN (mut). Die Zahl der Tuberkulose-Neuerkrankungen in Deutschland ist weiter gefallen. Auch der Anteil der Infektionen mit resistenten TB-Erregern ist zurückgegangen. Arznei-Resistenzen sind jedoch weiterhin ein ernstes Problem bei der TB-Therapie, berichtet das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin.

Veröffentlicht:

Eine Woche vor dem Welt-Tuberkulose-Tag am 24. März hat das RKI die neusten Zahlen zu TB-Erkrankungen in Deutschland bekannt gegeben. Sie beziehen sich auf das Jahr 2006. Danach sank im Jahr 2006 die Anzahl der neu registrierten TB-Erkrankungen im Vergleich zum Vorjahr um knapp 600 auf bundesweit 5402.

Auch der Anteil der Patienten mit Medikamenten-resistenten Erregern ist zurückgegangen, und zwar von 13,5 Prozent im Jahr 2005 auf 12,8 im Jahr 2006. Dennoch erschwerten resistente TB-Erreger die Therapie der Patienten, berichtet das RKI. So war der Behandlungserfolg bei Patienten, die mit einem multiresistenten Erreger infiziert waren, mit etwa 68 Prozent deutlich niedriger als bei Patienten mit einem sensiblen Stamm (80,5 Prozent). Auch sind 2006 mehr Menschen an TB gestorben als noch 2005 (201 versus 188).

Anlass zur Hoffnung gibt die Entwicklung bei multiresistenten Keimen, also solchen, bei denen die beiden Erstlinien-Antibiotika Rifampicin und Isoniazid nicht mehr wirken. Hier sank der Anteil auf 2,2 Prozent, 2005 waren es noch 2,7 Prozent, im Jahr 2004 noch 2,5 Prozent.

Von den neu registrierten Patienten wurde fast die Hälfte (43,3 Prozent) im Ausland geboren, davon knapp ein Fünftel in einem Nachfolgestaat der ehemaligen Sowjetunion. Problematisch ist nach Angaben des RKI auch, dass bei den im Ausland geborenen Patienten häufiger Resistenzen gegen Tuberkulose-Medikamente zu finden waren.

Weltweit erkranken nach WHO-Angaben jährlich neun Millionen Menschen neu an TB, etwa zwei Millionen sterben daran.

Lesen Sie dazu auch: Tuberkulose ist weltweit auf dem Vormarsch

Das könnte Sie auch interessieren
Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

© EAU

Ergänzung EAU-Leitlinie 2026

Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

© Domepitipat | iStock

Lebensqualität zurückgewinnen

Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Thailandpilz, Tierkontakt & Nagelpilz

© Iuliia Petrovskaia | iStock

Dermatophyten-Infektionen

Thailandpilz, Tierkontakt & Nagelpilz

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

© robertprzybysz | iStock

Persistierende Onychomykosen

Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Todesursachenstatistik 2017: Kardiovaskuläre Erkrankungen sind die häufigste Todesursache in Deutschland, mit deutlichem Abstand gefolgt von Krebserkrankungen.

© Springer Medizin Verlag GmbH

Versorgung von Herzpatienten

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
Abb. 1: Auswirkungen der Exzessiven Tagesschläfrigkeit

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [6-9]

Residuale Exzessive Tagesschläfrigkeit (rEDS)

Diagnose, Auswirkungen und Therapieoptionen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Jazz Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Knoten bei alten Menschen meist unbedenklich

© Feldkamp/Luster/Sanofi-Aventis

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Knoten bei alten Menschen meist unbedenklich

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt am Main
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Pflichten, Abrechnung und Angehörigenwünsche

Worauf es bei der ärztlichen Leichenschau ankommt

Lesetipps
Eine Frau fasst sich mit den Händen an den Kopf.

© Graphicroyalty / stock.adobe.com

Mentale Gesundheit gestärkt

Mit einem Fünf-Tages-Programm gegen chronischen Kopfschmerz

Ein Kind trinkt einen exotischen Drink mit einem Strohhalm aus der ausgehöhlten Frucht.

© Natallia / stock.adobe.com

Exotisches Streetfood

Reisediarrhö: „Durchgegart“ muss nicht viel heißen