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Röntgendiagnostik

Tumoren in Weichgewebe besser sichtbar

Eine neue Röntgentechnik - kompaktes Synchrotron - macht Weichteilgewebe besser erkennbar.

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MÜNCHEN. Erkrankungen des Weichgewebes, zum Beispiel Tumore, lassen sich im konventionellen Röntgen nur schwer erkennen. Im Röntgenlicht unterscheiden sich Tumor- und gesundes Gewebe kaum.

Forscher um Professor Franz Pfeiffer von der Technischen Universität München (TUM) haben nun an einer kompakten Synchrotronquelle eine Technik entwickelt, die zusätzlich zur Absorption auch Phasenverschiebung und Streuung der Röntgenstrahlen misst (PNAS 2015, Online 20. April).

So werden Gewebe erkennbar, die in herkömmlichen Röntgengeräten kaum sichtbar sind, teilt die TUM mit.

Im Gegensatz zu klassischen Röntgenröhren erzeugt ein Synchrotron stark gebündelte, monochromatische Röntgenwellen. Strahlen also, die alle die gleiche Energie und Wellenlänge besitzen. Röntgenstrahlen mit solchen Eigenschaften konnten bislang nur an großen Teilchenbeschleunigern erzeugt werden.

Sie besitzen einen Umfang von mindestens einem Kilometer. Im Vergleich dazu ist die Kompakt-Synchrotronquelle nur etwa so groß wie ein Auto und passt in ein normales Labor, heißt es in der Mitteilung.

Die mit der neuen Technik gewonnenen Phasenkontrast-, Dunkelfeld- und Absorptionsbilder ergänzen sich gegenseitig. Flüssigkeiten und Gewebe, die im Absorptionsbild klassischer Röntgenröhren nicht unterscheidbar und damit unsichtbar sind, kommen so plötzlich zum Vorschein, so die TUM.

Der durch die neue Röntgentechnik stark verbesserte Weichteilkontrast könnte zudem helfen, Tumore früher zu erkennen oder eine schnelle Diagnose - beispielsweise in einem medizinischen Notfall - zu ermöglichen. (eb)

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