Übergewicht bald Krebsrisiko Nummer eins?

HEIDELBERG/BERLIN (dpa). Übergewicht spielt eine immer größere Rolle bei der Entstehung von Krebs.

Veröffentlicht:

Die zu vielen Pfunde könnten sogar dem Rauchen den Rang als Risikofaktor Nummer eins ablaufen, wie das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar mitteilte.

"Da die Zahl der übergewichtigen Menschen in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen hat, dürfte die Zahl dieser Krebskranken auch steigen", sagte Professor Hermann Brenner vom DKFZ am Freitag der Nachrichtenagentur dpa.

Wichtig sei es daher, betroffene oder gefährdete Menschen stärker aufzuklären.

Zu den Erkrankungen, bei denen ein gesicherter Zusammenhang zu Übergewicht besteht, zählen laut DKFZ Nieren- und Darmkrebs, Brustkrebs nach den Wechseljahren sowie vor allem Tumore der Speiseröhre und der Gebärmutterschleimhaut.

Viszerales Fett im Visier

Bei Letzterem gilt Übergewicht sogar in der Hälfte aller Fälle als Ursache.

Besonders unter Jugendlichen ist den Forschern zufolge das Rauchen, das vor allem für viele Lungenkrebs-Fälle verantwortlich ist, aus der Mode gekommen.

Übergewicht hingegen wird zu einem immer größeren Problem der Gesellschaft. Oft ist jedoch unklar, was noch normal ist und wo Fettleibigkeit beginnt, wie die Experten betonen.

Wahrscheinlich sei das viszerale Fett zwischen den Bauchorganen besonders gefährlich. "Davon können auch relativ schlanke Personen zu viel angesammelt und dadurch ein erhöhtes Krebsrisiko haben", sagte Professor Otmar Wiestler, der Vorstandsvorsitzende des DKFZ.

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Neuer GLP-1-Rezeptoragonist

Orforglipron: Bekommt Semaglutid jetzt Konkurrenz?

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Acalabrutinib: TTNT-Update der AMPLIFY-Studie und RWE-Daten

© jarun011 / stock.adobe.com

Chronische lymphatische Leukämie

Acalabrutinib: TTNT-Update der AMPLIFY-Studie und RWE-Daten

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
PARPi plus ARPi: Nur bei BRCA-Mutation oder auch für Patienten ohne Mutation?

© samunella / stock.adobe.com

Metastasiertes kastrationsresistentes Prostatakarzinom

PARPi plus ARPi: Nur bei BRCA-Mutation oder auch für Patienten ohne Mutation?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pfizer Pharma GmbH, Berlin
MRT-Bildgebung und Monitoring

© wedmoments.stock / stock.adobe.com

Plexiforme Neurofibrome bei Neurofibromatose Typ 1

MRT-Bildgebung und Monitoring

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: Alexion Pharma Germany GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Autopsiestudie

So häufig wird der Krebs erst nach dem Tod erkannt

Lesetipps
Schulterschmerzen? Im höheren Alter ist die Polymyalgia rheumatica nach der Rheumatoiden Arthritis die häufigste entzündlich-rheumatische Erkrankung. (Symbolbild mit Fotomodellen)

© peopleimages.com / stock.adobe.com

Praxistipps

Schulterschmerzen: Die vertrackte, ärztliche Spurensuche