Direkt zum Inhaltsbereich

COPD

Umeclidinium zur Monotherapie

Mit Incruse® (Umeclidinium) plus Relvar® (Fluticason/Vilanterol) können Ärzte ihren Patienten mit COPD in Kürze eine Dreifach-Therapie in einem einheitlichen Inhalator (Ellipta®) anbieten.

Von Dagmar Jäger-Becker Veröffentlicht:

MÜNCHEN. Ab dem 1. Februar 2016 wird der langwirksame Muscarinrezeptor-Antagonist (LAMA) Umeclidinium (Incruse®) für die Monotherapie bei Patienten mit COPD auf dem Markt sein.

Zusammen mit der ICS/LABA Fixkombination Fluticasonfuroat/Vilanterol (FF/VI) (Relvar®) können Ärzte ihren Patienten damit eine Dreifach-Therapie in einem einheitlichen Inhalator (Ellipta®) anbieten.

Eine Dreifach-Therapie ist bei Patienten mit COPD indiziert, die unter einer Erhaltungstherapie weiterhin symptomatisch bleiben und Exazerbationen haben. Dies ist bei fast jedem dritten Patienten innerhalb der ersten zwei Jahre nach Diagnose einer COPD der Fall.

In zwei doppelblinden Parallelgruppenstudien mit 1238 COPD-Patienten hat die Add-on-Gabe von Umeclidinium zu FF/VI im Vergleich zu FF/VI plus Placebo den FEV1-Talwert nach 85 Tagen signifikant verbessert (p<0,001).

Die Sicherheitsprofile beider Regime waren ähnlich, berichtete Professor Neil Barnes, GlaxoSmithKline London, bei einer Veranstaltung in München.

Bei den meisten COPD-Patienten wirkt bereits eine duale Bronchodilatation besser als eine Monotherapie, erklärte Barnes, so auch die initiale Erhaltungstherapie mit der Fixkombi aus den Wirkstoffen Umeclidinium und dem LABA Vilanterol (Umec/VI) (Anoro®).

Die Einsekundenkapazität (FEV1) konnte bei einer Therapie mit der Fixkombination stärker verbessert werden als bei Anwendung der Einzelsubstanzen.

Als Monotherapie verbesserte Umeclidinium (55 µg einmal täglich) bei Patienten mit COPD der Stadien II bis IV signifikant gegenüber Placebo die Lungenfunktion (FEV1 über 24 Stunden) (p<0,001), reduzierte signifikant die Kurzatmigkeit auf dem Transition Dyspnea Index (TDI) und verbesserte signifikant die Lebensqualität auf dem St. George's Respiratory-Questionnaire-Gesamtscore (SGRQ)

Alle drei Behandlungsoptionen (Umeclidinium-Mono, Umeclidinium/Vilanterol sowie Umeclidinium plus Fluticason/Vilanterol) sind mit dem gleichen Inhalator einsetzbar, so dass bei Bedarf eine individuell an den Patienten-Phänotyp angepasste, einfache Therapieeskalation möglich ist, erklärte Professor Claus Vogelmeier von der Philipps-Universität Marburg bei der vom Unternehmen GlaxoSmithKline unterstützten Veranstaltung.

Umeclidinium soll im Februar 2016 in den deutschen Markt eingeführt, wie der Hersteller mitgeteilt hat.

Die Zulassung beruht auf sieben Phase-III-Studien mit über 2500 COPD-Patienten, die Umeclidinium oder Placebo erhalten hatten. Darin bekamen 576 Patienten die empfohlene Dosierung von 55 µg des Wirkstoffs einmal täglich.

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Typ-2-Inflammation bei COPD

Bessere Lungenfunktion und mehr Lebensqualität durch IL-4/-13-Hemmung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Berlin, und Regeneron GmbH, München
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 2: Sekundärer Endpunkt der BOREAS-Studie: Veränderung der Lungenfunktion unter Dupilumab versus Placebo

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Typ-2-Inflammation bei COPD

Bessere Lungenfunktion und mehr Lebensqualität durch IL-4/-13-Hemmung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Berlin, und Regeneron GmbH, München
Abb. 2: TriMaximize-Studie: Verbesserung der Lebensqualität nach Umstellung auf extrafeine Dreifachfixkombination

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [8]

Mittelgradiges bis schweres Asthma bronchiale

Bessere Kontrolle und Lebensqualität unter inhalativer Triple-Therapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Chiesi GmbH, Hamburg
Wirksamkeit der TTFields-Therapie

© Novocure

Arztinformation – Metastasiertes NSCLC und Mesotheliom

Wirksamkeit der TTFields-Therapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novocure GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Vielfalt der Musikermedizin

Ihr Patient ist Musiker? Was dann relevant werden könnte

Übergriffiges Verhalten im Gesundheitswesen

Medizinstudentin zu sexueller Belästigung: „Ich möchte beim Ärztetag nicht mit ,Hase‘ angesprochen werden“

Lesetipps
Patient vor der CT-Untersuchung der Lunge.

© jovannig / stock.adobe.com

Telemedizin für Prävention

Lungenkrebs-Screening: Das Münsterland zeigt, wie es funktionieren kann

Frau sitzt nachts auf ihrem Bett und schaut ins Licht ihrer Nachttischlampe.

© stokkete / stock.adobe.com

Von unten nach oben

Stufenschema bei Insomnie: So bei Schlafstörungen therapieren