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Neun Millionen Todesfälle

Umweltverschmutzung kostet Vielen das Leben

Veröffentlicht:

NEW YORK.Umweltverschmutzung hat im Jahr 2015 mehr als neun Millionen Menschen vorzeitig das Leben gekostet. Das geht aus einer Studie von Wissenschaftlern um Professor Philip J. Landrigan von der Icahan School of Medicine am Mount Sinai Hospital in New York hervor (Lancet 2017; online 19. Oktober). Demnach sei Umweltverschmutzung für mehr als 16 Prozent aller Todesfälle weltweit verantwortlich, das seien dreimal mehr Todesfälle als durch AIDS, Tuberkulose und Malaria zusammen. Todesursache seien meist Herzerkrankungen, Schlaganfälle und Lungenkrebs, berichtet die BBC. Fast alle umweltbedingten Todesfälle seien in Ländern mit niedrigen um mittlerem Einkommen zu verzeichnen. Besonders betroffen seien auch Länder, die eine schnelle wirtschaftliche Entwicklung durchmachen, wie Indien und China. In Deutschland gehen die Forscher davon aus, dass Umweltverschmutzung zu mehr als 62.000 Todesfällen beigetragen hat

Der größte Risikofaktor sei laut BBC Luftverschmutzung, etwa durch die Verbrennung von Holz und Kohle in Haushalten. Sie sei für zwei Drittel der umweltbedingten Todesfälle verantwortlich (6,5 Millionen). Durch verschmutztes Wasser starben 1,8 Millionen Menschen.(grz)

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