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Verband verschärft Kampf gegen Doping

NEU-ISENBURG (ag). Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hat gegen die frühere Magdeburger 400-Meter-Läuferin Grit Breuer und Mittelstreckenläufer Nils Schumann (LG Eintracht Frankfurt) ein sportrechtliches Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen Anti-Doping-Bestimmungen eingeleitet und die Sportler um eine Stellungnahme gebeten.

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Die Verfahren basieren auf Anhaltspunkten aus der Einsicht in Akten des Strafprozesses gegen den wegen Dopings einer Minderjährigen verurteilten Leichtathletik-Trainer Thomas Springstein.

Zudem hat der DLV entsprechend der einstimmigen Beschlußfassung seiner Anti-Doping-Kommission (Dr. Clemens Prokop, Professor Helmut Digel und Professor Wilfried Kindermann) vom 17. November 2006 Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Magdeburg gegen den spanischen Arzt Dr. Miguel Anguel Peraita und den holländischen Athletenmanager Jos Hermens erstattet.

    Der Besitz von Dopingmitteln soll bestraft werden.
   

Grundlage der Anzeige sind Anhaltspunkte für mögliche Straftaten dieser Personen im Zusammenhang mit Inverkehrbringen und Handel mit Arzneimitteln zu Dopingzwecken im Sport. Auch diese Erkenntnisse beruhen unter anderem auf dem Strafprozeß gegen Springstein.

"Der DLV redet nicht nur von Null-Toleranz im Kampf gegen Doping, sondern praktiziert sie. Doping hat inzwischen einen Organisationsgrad erreicht, der nur in Zusammenarbeit von Sport und Staat bekämpft werden kann", sagte DLV-Präsident Prokop.

"Eine wirklich kompromißlose Bekämpfung des Dopings erfordert, den staatlichen Organen erweiterte Verfolgungsmöglichkeiten zu schaffen, da viele Erscheinungsformen des heutigen Dopings mit den Möglichkeiten des Sports nicht nachweisbar sind." Der DLV, so Prokop, unterstütze daher die von Experten und der Nationalen Anti-Doping-Agentur erhobene Forderung, den Besitz von Dopingsubstanzen bei Athleten unter Strafe zu stellen.

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