Schlaganfall

Verlängert Reha das Leben nach Schlaganfall?

Veröffentlicht:

OSLO (mut). Norwegische Neurologen um Dr. Karsten B. Slot aus Oslo äußern die Hoffnung, dass sich mit Reha-Maßnahmen das Leben von Apoplexie-Patienten verlängern lässt. In einer Analyse von Daten von über 7700 Schlaganfallpatienten stellten sie fest, dass die Prognose um so besser ist, je selbstständiger die Patienten sechs Monate nach dem Schlaganfall sind.

Patienten, die sich nach einem halben Jahr noch selbst versorgen konnten, lebten im Median noch 9,7 Jahre, solche, die im Alltag Hilfe benötigten, jedoch nur 6 Jahre. Auf einer fünfteiligen Skala zu funktionellen Einschränkungen lebten Patienten mit dem besten Wert (0 bis 1 Punkte) im Median noch knapp 13 Jahre, solche mit dem schlechtesten Wert (5 Punkte) dagegen nur 2,5 Jahre.

In weiteren Studien müsse jetzt geprüft werden, ob Reha-Maßnahmen nicht nur die Funktionalität der Patienten verbessern, sondern damit auch tatsächlich das Leben verlängern, so die Autoren (BMJ online).

Mehr zum Thema

Corona-Studien-Splitter

Kinder mit COVID-19 sind rasch wieder gesund

Corona setzt Insult-Patienten zu

Schlaganfall: Selbsthilfe-Gruppen fürchten um Existenz

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Nachmittags: das schnelle Telegramm. Am Morgen: Ihr individuell zusammengestellter Themenmix.

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Schutz vor dem Coronavirus: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erhöht den Druck auf Ungeimpfte.

© Michele Tantussi/Reuters/Pool/dpa

Gesundheitsministerium

Ungeimpften drohen erhebliche Corona-Einschränkungen

Übergangen in der Prioliste? Medizinstudierende beklagen, dass sie oft von Kliniken nicht einmal die notwendige Bescheinigung des Arbeitgebers als Berechtigte einer der Corona-Impf-Priogruppen erhalten hätten.

© Jens Krick / Flashpic / picture

Arbeit ohne Impfschutz

Medizinstudierende fühlen sich bei Corona-Impfung abgehängt

Orale Kontrazeption: Reine Gestagen-Präparate gefährden Frauen mit einem kongenitalen Long-QT-Syndrom, wenn diese keine begleitende Betablockertherapie erhalten.

© Africa Studio / stock.adobe.com

Orale Kontrazeption

Frauen mit Long-QT: Vorsicht mit reinen Gestagen-Pillen!