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Vitamin D schützt alte Menschen vor Stürzen

HIDDENSEE (djb). Niedrige Vitamin-D-Spiegel schwächen die Muskelfunktion und erhöhen das Sturz- und damit das Frakturrisiko. Erhalten solche Patienten Kalzium plus Vitamin D, ist das Sturzrisiko signifikant verringert, wie eine Studie ergeben hat.

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Frauen mit Vitamin-D-Mangel zeigten in Tests zur Muskelfunktion eine erhöhte Schwankneigung. Und der mit einem Schwankometer gemessene Grad der Körperschwankung im Stand korreliere mit dem Sturzrisiko, hat Professor Helmut Minne aus Bad Pyrmont betont.

Von 150 Frauen über 70 Jahre hatten bei einer Studie während der Frühjahrsmonate 148 einen Vitamin-D-Mangel, wie Minne bei einer Veranstaltung von MSD in Hiddensee berichtet hat. Sie wurden doppeltblind entweder mit 1200 mg Kalzium täglich oder mit 1200 mg Kalzium plus 800 IE Cholecalciferol (Vitamin D) behandelt.

In der mit Vitamin D behandelten Gruppe war bei Studienende die Schwankneigung signifikant niedriger als vorher, unter Kalzium alleine war dagegen kein Unterschied zu beobachten.

Erwartungsgemäß stürzten die Frauen der Vitamin-D-Gruppe in der Nachbeobachtungszeit signifikant seltener als die nur mit Kalzium behandelten Frauen. Insgesamt konnte mit Vitamin D die Zahl der Gestürzten sowie die mittlere Sturzrate etwa halbiert werden, sagte Minne.

Bereits ab Herbst reiche in unseren Breiten die Intensität der Sonneneinstrahlung nicht mehr aus, die Vitamin-D-Produktion in der Haut ausreichend anzuregen. Insbesondere bei älteren Menschen lasse die Fähigkeit zur Vitamin-D-Produktion und zur Transformation von der inaktiven Vorstufe (Cholecalciferol) in das aktive Hormon nach, so Minne.

Bei Osteoporose-Patienten sei daher die Zufuhr von Vitamin D unverzichtbarer Bestandteil der Therapie. Vitamin D kann jetzt auch in einer fixen Kombination mit dem Aminobisphosphonat Alendronat zur einmal wöchentlichen Behandlung eingenommen werden (Fosavance®).

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