Vormarsch der Schweinegrippe gestoppt

Veröffentlicht:

BERLIN (ble). RKI-Präsident Professor Jörg Hacker hat sich vorsichtig optimistisch zur aktuellen Situation der Schweinegrippe in Deutschland geäußert, sieht aber keinen Grund zur Entwarnung.

Trotz sinkender Schweinegrippe-Verdachtsfälle sieht RKI-Präsident Hacker keinen Grund zur Entwarnung.

Trotz sinkender Schweinegrippe-Verdachtsfälle sieht RKI-Präsident Hacker keinen Grund zur Entwarnung.

© Foto: GSK, www.fotolia.de

Nach wie vor gibt es acht bestätigte Fälle von Schweinegrippe, berichtete Hacker am späten Montagvormittag in Berlin. Derzeit gehe das RKI zudem zehn Verdachtsfällen nach; ihre Zahl nimmt ab. National sei damit ein Stillstand zu beobachten. Alle Verdachtsfälle hätten zudem weiter einen Reisehintergrund. Sowohl den drei Patienten im bayerischen Mallersdorf als auch den beiden Infizierten in Brandenburg gehe es gut, ihr Zustand sei stabil.

Krankheitsverlauf milde, aber Wachsamkeit nötig.

Allerdings sei die weitere Entwicklung des Virus nicht absehbar, so Hacker. "Wir müssen mit weiteren Fällen rechnen", mahnte er zu Wachsamkeit. Zwar gebe es international keine Explosion der Infektionszahlen, aber eine Zunahme. Zudem übertrage sich das Virus effizient von Mensch zu Mensch. "Das macht uns schon besorgt." Schließlich seien auch Mutationen des Erregers und damit eine größere Gefährdung von Menschen nicht auszuschließen.

Hacker bezeichnete die am Wochenende eingeführte Meldepflicht der Ärzte bei Verdachtsfällen auf Schweinegrippe als "Anpassung an die Situation".

BÄK-Vize Dr. Frank-Ulrich Montgomery bewertet die Lage etwas anders. Die seit Sonntag geltende Meldepflicht für alle Verdachtsfälle führe dazu, dass - mangels hinreichend sensitiver Schnelltests - alle Patienten mit Influenza-Symptomatik gemeldet werden müssten. Das bisherige Behandlungs- und Pandemie-Management zeige, dass Ärzte und Gesundheitsinstitutionen professionell arbeiteten. Der Krankheitsverlauf sei "sehr blande".

Weitere aktuelle Berichte, Bilder und Links zum Thema Schweinegrippe (Mexikanische Grippe) finden Sie auf unserer Sonderseite

Lesen Sie dazu auch: Wenig Kapazität zur Produktion von neuer Vakzine

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Impfstoffhersteller auf gutem Weg

Schlagworte:
Das könnte Sie auch interessieren
DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

© Matt LaVigne | iStock

Neue in-vitro-Daten

DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

© Irina Esau | Getty Images/iStockphoto

Fokus: Integrität der Haut

Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

© Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Tietz

Pilzinfektion Kopfhaut

Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Für Menschen ab 60 Jahren sind die Impfungen gegen Influenza, Corona, Pneumokokken und Herpes zoster (beide nicht im Bild) Standard-Impfungen. Für Menschen ab 75 Jahren kommt die RSV-Impfung hinzu.

© angellodeco / stock.adobe.com

Respiratorisches Synzytial Virus

STIKO: Alle Menschen ab 75 gegen RSV impfen!

Blickdiagnose: klinisches Bild mit typischen Effloreszenzen bei Herpes zoster.

© Mumemories / Getty Images / iStock

Zoster-Impfung

Schutz vor Herpes zoster und Rezidiven

Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Ärztin im Gespräch mit einem Patienten

© Robert Kneschke / stock.adobe.com

Tipps für den Reha-Antrag

Vorsorge oder Reha: Was es für die Genehmigung durch die Kostenträger braucht

Ein todkranker Patient liegt in einem Bett auf der Palliativstation im Krankenhaus.

© ARMMY PICCA / stock.adobe.com

Palliativregisteranalyse

Menschen mit Krebs: Viel Schmerz am Lebensende