Schweinegrippe

Vormarsch der Schweinegrippe gestoppt

Veröffentlicht: 04.05.2009, 14:40 Uhr

BERLIN (ble). RKI-Präsident Professor Jörg Hacker hat sich vorsichtig optimistisch zur aktuellen Situation der Schweinegrippe in Deutschland geäußert, sieht aber keinen Grund zur Entwarnung.

Vormarsch der Schweinegrippe gestoppt

Trotz sinkender Schweinegrippe-Verdachtsfälle sieht RKI-Präsident Hacker keinen Grund zur Entwarnung.

© Foto: GSK, www.fotolia.de

Nach wie vor gibt es acht bestätigte Fälle von Schweinegrippe, berichtete Hacker am späten Montagvormittag in Berlin. Derzeit gehe das RKI zudem zehn Verdachtsfällen nach; ihre Zahl nimmt ab. National sei damit ein Stillstand zu beobachten. Alle Verdachtsfälle hätten zudem weiter einen Reisehintergrund. Sowohl den drei Patienten im bayerischen Mallersdorf als auch den beiden Infizierten in Brandenburg gehe es gut, ihr Zustand sei stabil.

Krankheitsverlauf milde, aber Wachsamkeit nötig.

Allerdings sei die weitere Entwicklung des Virus nicht absehbar, so Hacker. "Wir müssen mit weiteren Fällen rechnen", mahnte er zu Wachsamkeit. Zwar gebe es international keine Explosion der Infektionszahlen, aber eine Zunahme. Zudem übertrage sich das Virus effizient von Mensch zu Mensch. "Das macht uns schon besorgt." Schließlich seien auch Mutationen des Erregers und damit eine größere Gefährdung von Menschen nicht auszuschließen.

Hacker bezeichnete die am Wochenende eingeführte Meldepflicht der Ärzte bei Verdachtsfällen auf Schweinegrippe als "Anpassung an die Situation".

BÄK-Vize Dr. Frank-Ulrich Montgomery bewertet die Lage etwas anders. Die seit Sonntag geltende Meldepflicht für alle Verdachtsfälle führe dazu, dass - mangels hinreichend sensitiver Schnelltests - alle Patienten mit Influenza-Symptomatik gemeldet werden müssten. Das bisherige Behandlungs- und Pandemie-Management zeige, dass Ärzte und Gesundheitsinstitutionen professionell arbeiteten. Der Krankheitsverlauf sei "sehr blande".

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