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Kommentar

Impfstoffhersteller auf gutem Weg

Wolfgang GeisselVon Wolfgang Geissel Veröffentlicht:

Die jahrelangen Vorarbeiten zur Entwicklung eines Impfstoffs gegen eine Grippepandemie haben sich offenbar gelohnt. Mehrere Impfstoffhersteller haben Musterimpfstoffe (Mock-Up-Impfstoffe) erarbeitet und dafür bereits eine Zulassung erhalten. Diese Muster können im Pandemiefall mit einem geeigneten Influenza-Saatvirus vom Pandemie-Erreger zur Pandemievakzine komplettiert werden. "Der Tortenboden ist fertig und lässt sich mit jedem Belag vervollständigen", sagt das Paul-Ehrlich-Institut dazu.

Große Probleme würde heute noch die Produktion der im Pandemiefall nötigen großen Impfstoffmengen bereiten. Es gibt weltweit nur etwa ein Dutzend Hersteller, und die stoßen oft schon mit der normalen Produktion an Grenzen. Versorgungs-Engpässe bei Impfstoffen haben das immer wieder gezeigt. Pandemie-Impfstoffe ließen sich daher zur Zeit nur alternativ zu den saisonalen Grippe-Impfstoffen produzieren, die jeden Herbst nötig sind.

Neue Verfahren wie Grippevirus-Anzucht in Zellkulturen sind entwickelt und könnten künftig die Herstellung größerer Mengen ermöglichen. Und bei intradermaler Injektion wird wegen der stärkeren Immunogenität Impfstoff eingespart. Die produzierte Menge reichte so für mehr Menschen aus.

Lesen Sie dazu auch: Vormarsch der Schweinegrippe gestoppt Wenig Kapazität zur Produktion von neuer Vakzine

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