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Vorteil für Initialtherapie mit Aromatase-Hemmer

MÜNCHEN (sto). Frauen mit Brustkrebs, die ein erhöhtes Rezidivrisiko haben, profitieren von einer adjuvanten Hormontherapie mit Letrozol besonders. Darauf hat der Gynäkologe Professor Fritz Jänicke von der Universität Hamburg hingewiesen.

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Erhöht ist das Rezidivrisiko etwa bei Patientinnen, bei denen auch die Lymphknoten von Krebszellen befallen sind, sowie bei Frauen, die eine Chemotherapie erhalten haben. Daran erinnerte Jänicke bei einer Veranstaltung von Novartis in München. Seit kurzem ist Letrozol (Femara®) nicht nur für die erweiterte adjuvante Behandlung nach fünf Jahren Tamoxifen, sondern auch für die initiale adjuvante Therapie bei Frauen in der Postmenopause mit Hormonrezeptor-positivem Mamma-Ca zugelassen.

Basis für die Zulassungserweiterung waren die Zwischenergebnisse der BIG 1-98-Studie. Zur Erinnerung: An der Studie nehmen insgesamt 8028 Frauen teil, die entweder fünf Jahre lang Tamoxifen oder Letrozol oder zunächst zwei Jahre lang Letrozol gefolgt von drei Jahren Tamoxifen oder umgekehrt erhalten.

    Fernmetastasen traten in Studie seltener auf.
   

Nach im Median 26 Monaten ist es mit Letrozol zu signifikant weniger Rezidiven gekommen (351 versus 428), dies entspricht einer relativen Risikoreduktion um 19 Prozent. Bei Lymphknoten-positiven Frauen betrug die Risikoreduktion 29 Prozent und bei chemotherapeutisch behandelten Frauen 30 Prozent.

Das Risiko für Fernmetastasen reduzierte sich in beiden Gruppen mit Letrozol um etwa ein Drittel. Die Sterberate der mit Letrozol behandelten Frauen war um 14 Prozent geringer als bei den Frauen, die Tamoxifen erhalten hatten. Dieser Unterschied sei allerdings statistisch nicht signifikant, so Jänicke.

Daß in der BIG 1-98-Studie bei den Frauen mit Letrozol im Vergleich zum Tamoxifen-Arm mehr nicht-tumorassozierte und dabei vor allem kardiovaskuläre Todesfälle auftraten, läßt sich nach Jänickes Ansicht mit einer gewissen kardioprotektiven Wirkung von Tamoxifen erklären. Denn im Vergleich zu Placebo sei die Zahl kardiovaskulärer Ereignisse mit Letrozol nicht erhöht.

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