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Was tun bei erhöhten Triglycerid-Werten?

Patienten mit erhöhtem kardiovaskulären Risiko oder KHK haben oft auch erhöhte Triglycerid-Werte. Ärzte sehen hier Handlungsbedarf, ein passendes Arzneimittel ist jedoch kaum bekannt.

Dr. Michael HubertVon Dr. Michael Hubert Veröffentlicht:
Was tun bei erhöhten Triglycerid-Werten?

© Ärzte Zeitung

Neu-Isenburg. Die übergroße Mehrheit an Patienten mit einem hohen kardiovaskulären (CV) Risiko hat erhöhte Triglycerid(TG)-Werte. Das hat eine Online-Umfrage der Ärzte Zeitung ergeben.

Rund 60 Prozent der Teilnehmer sagten, das sei oft so. Und 38 Prozent antworteten, bei Patienten mit hohem CV-Risiko seien die Triglycerid-Werte sehr oft erhöht. Nur etwas mehr als drei Prozent antworteten, dies sei eher selten so.

Auch bei Patienten mit bestehender KHK sind erhöhte Triglycerid-Werte relevant. Mehr als die Hälfte der Umfrage-Teilnehmer (56 Prozent) gab an, der Anteil an KHK-Patienten mit erhöhten TG-Werten liege bei über 20 Prozent. Und jeder Fünfte nannte hier einen Anteil von 16 bis 20 Prozent.

Für diese Patienten stünde mit Icosapent-Ethyl (IPE, Vazkepa®) ein passendes Arzneimittel zur Verfügung. Dabei handelt es sich um ein hochaufgereinigtes, verschreibungspflichtiges Omega-3-Fettsäure-Präparat. Es ist indiziert bei Patienten mit nachgewiesener kardiovaskulärer Erkrankung, die mit Statinen behandelt werden und erhöhte TG-Werte haben (≥ 150 mg/dl bzw. ≥ 1,7 mmol/l). In einer Studie mit rund 8200 Patienten wurde IPE als Add-on mit Placebo verglichen(wir berichteten). Ergebnis: Im 5-Punkt MACE (major adverse cardiac event) gab es unter IPE als Add-on eine relative Risikoreduktion um 25 Prozent (NEJM 2019; 380: 11–22). Und das Risiko für einen Myokardinfarkt war um relative 31 Prozent niedriger, das für Schlaganfall um 28 Prozent – jeweils im Vergleich zu Placebo.

IPE bisher kaum eingesetzt

Dennoch wird IPE kaum bei den genannten Patienten eingesetzt. 43 Prozent der Teilnehmer an der vom Unternehmen Amarin unterstützten Umfrage kannten die Arznei nicht. Und mehr als jeder Dritte (36 Prozent) hat das Präparat noch nie eingesetzt. Das hat bisher erst jeder fünfte Teilnehmer getan. Dabei sehen dreiviertel der Umfrage-Teilnehmer einen Bedarf, das Residualrisiko bei kardiovaskulären Hochrisiko-Patienten weiter zu senken. Hier könnten die europäischen Leitlinien zum Management der Dyslipidämie hilfreich sein. Darin hat Icosapent-Ethyl eine IIa-Empfehlung erhalten (Eur Heart J 2020; 41: 111–188; p148).

Der Wirkmechanismus von IPE gehe über die Absenkung von LDL und Triglyceriden hinaus, teilt das Unternehmen mit. Das Präparat habe wahrscheinlich antioxidative, entzündungshemmende und hemmende Effekte auf die Thrombozyten-Aggregation. Das könnte der Entstehung und Progression atherosklerotischer Plaques entgegenwirken bzw. diese stabilisieren und so Plaque-Rupturen vermeiden. (hub)Quelle: Online-Umfrage auf aerztezeitung.de vom 9.5. bis 5.6.2022, mit Unterstützung durch Amarin

Quelle: Online-Umfrage auf aerztezeitung.de vom 6.6.–3.7.2022, unterstützt durch Amarin

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